SUBEX air28 The Blog: Johann Vifian

Jede Woche neu:  

DER BLICK DURCH DIE TAUCHERMASKE von Johann Vifian

 

Jede Woche neu:  

Der Blick durch die Tauchermaske 2012


Klaren Kopf behalten

Der hat gut reden, äh schreiben. Wie soll man da einen klaren Kopf behalten?

Also, dass diese Woche ein Neues Jahr anbricht ist bekannt. Soweit so gut.

Nun ist der letzte Tag des Jahres, der 365 zigste, der eigentlich zur letzten Woche des Jahres gehört, nämlich zur Woche 52 zig, im Kalender vom neunen Jahr der Woche 1 zugeordnet. Das geht doch nicht, ein Tag der zum alten Jahre gehört einfach so ins neue Jahr rüberschmuggeln. Dann hätten wir ja im alten Jahre einen Tag zuwenig und im neuen einen zuviel. Und den gibt’s ja nur im Schaltjahr und das haben wir nicht im neuen Jahr.

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Gut das Ganze kann abgehackt werden als Zahlenspielerei, besser wohl Zahlenspinnerei eines Taucherhirns. Um davon loszukommen tauche ich ab und was treffe ich da?

Logisch Korallen! Genau so wie das Jahr in Tage und Wochen, werden auch die Korallen unterteilt. Die Zuordnung erfolgt durch die Anzahl der Tentakel. Entweder sind es pro Korallenpolyp 8, oder 6 resp. auch ein Vielfaches von 6, also 12, 18 etc.

Bald erkenne ich, dass ich da mit meiner Zählerei kaum weiterkomme und lasse die Zahlenspinnerei bleiben.

Viel besser, einen klaren Kopf behalten und dabei die Schönheiten der Unterwasserwelt geniessen.

Klaren Kopf behalten, genau das wünsche ich euch, besonders in dieser Woche!

Johann Vifian

 


 

Liebe

Zeit für einander haben, ja auch das ist Liebe. Und genau das haben wir diese Woche.

Weihnachten schenkt uns zusätzlich Zeit. Zeit die wir mit der Familie verbringen, mit den Mitmenschen die wir mögen, mit dem Partner den wir lieben. Aufeinander zugehen, aktiv zuhören, einfach da sein, füreinander da sein. In dem wir, abendländisch traditionell das Fest der Liebe, der Nächstenliebe oder auch anders ausgedrückt, Weihnachten feiern.52-Liebe-m

Da drängt sich mir als Taucher, wie könnte es dann auch anders sein, die Frage auf:
Wird Unterwasser auch Weihnachten gefeiert?

Ich meine nicht diejenigen die mit der roten Weihnachtsmannmütze bestückt in diesen Tagen oder gar an Weihnachten selber tauchen, dass soll es bekanntlich ja auch geben.
Nein, ich frage mich ob die Fische da unten, sind ja auch Lebewesen wie wir, Weihnachten feiern?
Und ob sie das tun!
Sonnen-, nein Wasserklar tun sie dies!
Die Mandarinenfische, glaubt es mir die heissen wirklich so, tun es in jedem Fall. Sie verlassen beim Einnachten den Schutz der Korallen, sind füreinander da, zeigen Zuneigung, gehen, sorry schwimmen aufeinander zu und küssen sich sogar. Kann Liebe schöner, farbenprächtiger und süsser rüberkommen?

Liebe, und nicht zuwenig, genau das wünsche ich euch in der Weihnachtswoche!

Johann Vifian


Sterne

Haben wir es doch geahnt! Nach der Sonne und dem Mond folgen nun die Sterne.
Sonne, Mond und Sterne, so heisst es doch allenthalben.51-Sterne-m

Von denen, den Sternen, gibt es ja wahrlich genug. Zig Billionen am Nachthimmel, nicht zu zählen, sondern nur mit einem Gefühl der Andacht, mal innehalten und in aller Stille betrachten. Wem das zu abgehoben, zu esoterisch ist, der kann sich an den vielen Sternen, die besonders um die Weihnachtszeit Alles und Jedes schmückt, ergötzen. Lichterketten mit blinkenden Sternen um Palmen gewickelt, mangels Weihnachtsbaum in der Südsee, oder klassisch um den Tannenbaum, im tief verschneiten Wald. Und schon sind wir wieder bei der Stille, sei es beim Betrachten des mit Sternen vollbehangenen Nachthimmels oder beim Spaziergang durch den schneeweissen Winterwald.

Genau diese Stille, die Ruhe und das bewusst gewollte innehalten, dass sich mal auf sich besinnen findet der Mensch auch Unterwasser, beim Tauchen natürlich!
Auch dort braucht er nicht lange zu suchen. Wie sternengleich zeichnen sich die hellen Tentakel der Korallen vom Hintergrund des dunkelblauen Wasser ab. Fest verbunden mit dem Rot der Koralle, leuchten die Sterne genau so wie das Licht auf den roten Kerzen die den Weihnachtsbaum schmücken.

Sterne, egal wo, Hauptsache Sterne, das wünsche ich euch diese Woche!

Johann Vifian


Mond

Nach der Sonne nun zum Mond. Dem dürfen wir direkt ins Angesicht schauen. Im Gegensatz zur Sonne. Der Blick durch die Tauchermaske der vergangenen Woche lässt grüssen.

Der Mond ist ja so schön hell und goldgelben, weil er ja von der Sonne bestrahlt wird.

Gut, das weiss jedes Kind. Was aber nicht jeder weiss ist was machen die Mondsüchtigen, wenn Neumond ist. 50-Mond-mGenau so kann man das runde schöne Ding, zumindest wenn Vollmond ist, nicht betrachten bei Neumond. Da kann am Nachthimmel noch lange danach gesucht werden. Nix zu machen. Oder warten, bis zu 14 Tage, dann erscheint der Vollmond wieder in voller Pracht.

Das ist mir eindeutig zu lange. Also abtauchen und den Mond Mond bleiben lassen! Sollen sich doch die Mondsüchtigen damit befassen.

Doch so ganz aus meiner Birne geht der Mond nicht weg. Anders kann ich mir nicht erklären, dass ich beim Dekostop, warten bis ich auftauchen darf, damit meine Stickstoffkäferchen keinen Unsinn in meinem Körper anstellen, an der Ankerkette wartend verbringe und mich dabei umschaue.
Und was ist da vor meiner Tauchermaske?

Ein Mond und sogar noch ein voller zugleich. Schön goldgelb zeichnet er sich vom dunkel des Blau ab. Mondsüchtig oder zuviel Phantasie!?

Jedem sein Mond, das wünscht euch diese Woche!

Johann Vifian


Sonne

Richten wir unseren Blick auf die Sonne.

Stopp! Direkt in die Sonne schauen schadet unseren Augen. Also bleiben lassen oder eine coole Sonnenbrille kaufen.
Es soll ja neuerdings auch solche geben, Sonnenbrillen, deren Glass sich nicht nur dunkel färbt, wenn man in die Sonne schaut, sondern auf den Gläsern sich Berglandschaften bilden und sichtbar werden lassen.
Hey das ist die Marktlücke! Das ultimative Geschenk für den Kaufrausch in der Vorweihnachtszeit. Sonnenbrillengläser auf der sich keine Berglandschaft abbildet, sondern ein Korallenriff. Gesagt getan und schon sind wir abgetaucht, ab soviel Blödsinn.

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Oder doch kein Blödsinn?

Was sich da vor meiner Tauchermaske abspielt ist genau das, was die Marktlücke wäre. Korallenlandschaft und dies sogar noch mit dem Spiel des Sonnenlichtes, was sich auf meiner Brille, zwar keine Sonnenbrille, aber immerhin, abspielt. Und um noch einen obendrauf zu geben, von Unterwasser kann getrost direkt in die Sonne geschaut werden, ohne Schaden für die Augen, im Gegenteil, ein geniessen von Farben und Lichtstrahlen wie es so nur die Welt Unterwasser schaffen kann. Überwasser ginge es zwar auch, der Sonne direkt ins Auge schauen, nämlich an einen trüben Tag durch den Filter des Nebels geschützt und dann leider auch ohne viel Farbe.

Und was wünsche ich euch diese Woche? Sonne soviel wie nur möglich!

Johann Vifian


Farbtupfer

Ein Farbtupfer, oft gut fürs Gemüt, selten ärgerlich, und für solche die ohne Farbtupfer auskommen ist es dann eh egal. Farbtupfer gut fürs Gemüt, für die Seele, fürs Auge, für alle die am Spiel und der Wirkung von Farben und sei es nur als Tupfer, sich erfreuen können.
Ein Farbtupfer ist dann ärgerlich, wenn dieser auf der blütenweissen Bluse oder Hemd, als Kaffee-, Ketchup oder Rotweinfleck platziert wird. Was ja, so ist zu hoffen, selten vorkommt.

Auch wir Taucher, auch wenn wir meistens in Schwarz rumlaufen, sorry abtauchen, sind uns Farbtupfer nicht fremd. So48-Farbtupfer-m hat es auch mal eine Zeit gegeben, als die Tauchanzüge in allen Farben daherkamen und jedes Zubehörteil möglichst bunt und grell auszusehen hatte.
Das hat sich wieder etwas gelegt und wir Taucher sind wieder mehrheitlich im kurzen oder langen Schwarzen unterwegs.

Dafür freuen wir uns über die Farbtupfer die wir während unseren Tauchgängen durch unsere Tauchermaske entdecken und erblicken dürfen.

So wie unsere Nachtkiemenschnecke die, so klein wie sie auch ist, mit und in ihrer Farbenpracht die Riffwand als Farbtupfer belebt, verschönert, bereichert. Farbtupfer, von denen gibt es zuhauf, es gilt nur die Augen offen zu halten.

Eine Woche mit vielen Farbtupfern bereichert, wünscht euch

Johann Vifian


Accessoires

Ein Begriff aus der Modebranche. Und nicht nur ein Begriff sondern damit wird auch echt Kohle gemacht.

Accessoire kommt vom Französischen, klar doch, dort ist ja auch die Haut Couture, bedeutet gehobene Schneiderei, zu Hause. Stopp, nicht ablenken, nicht Haut Couture soll erklärt werden sondern Accessoires, was nichts Anderes ist als etwas Zusätzliches.

Ein schmucker Ledergurt, mit verzierter Schnalle, betont über die Hüften getragen, ein Schal neckisch um den Hals gelegt mit einer sternförmigen Brosche aufgepeppt, ja das sind die so wichtigen und oft teuer bezahlten zusätzlichen Nebensächlichkeiten, Accessoires eben.

Tauchermaske KW47 / 2012 - Accessoirs

Die obligatorische Frage mit dem Blick durch die Tauchermaske folgt auf dem Fusse, oder als Taucher auf der Flosse, nämlich gibt es auch Accessoires im Reich der Tiefe?

Und ob es diese gibt! Wer sonst käme auf die Idee auf einem Schwamm, genau genommen Röhrenschwamm, dessen graues Kleid mit einem schwarzen Federstern aufzupeppen?!

Ein Accessoires das sich noch bewegt und in seiner filigranen Art immer die Position sucht wo es am besten wirkt. Genau so wie sich das für ein Accessoire gehört. Obwohl es eigentlich nur nebensächlich und zusätzlich ist und trotzdem die Wirkung, nämlich damit aufzufallen, nicht verfehlt.

Accessoires, egal welches, Hauptsache es gefällt, dass wünsche ich euch diese Woche!

Johann Vifian


 Beweglich bleiben

Wer rastet der rostet! Wer sich zu wenig bewegt wird unbeweglich!

Ja wir wissen es, zugegeben wir könnten mehr tun, warum muss uns das nun unter die Nase gestrichen werden. So tönt es seitens der Bewegungsmuffeln, solche die lieber auf dem Sofa sitzen bleiben und das Nichtstun genießen, manchmal vor der Glotze mit Chips und einen DrTauchermaske KW 46 / 2012 - Beweglich bleibenink in der Hand, dem da sein frönen.

Ist ja echt geil den gut gebauten Girls zu zuschauen wie die da in sexy Pose ihre Aerobic Übungen machen und sich dabei auf unmögliche Art verrenken.

Beweglich bleiben? Man muss man ja nicht gerade übertreiben und kann es langsam angehen, quasi im Schneckentempo.

Wer nun glaubt eine Schnecke sei unbeweglich der hat sich aber stark getäuscht.

Nein nicht der Blick durch die Tauchermaske beeinflusst unsere Wahrnehmung, auch liegt kein Tiefenrausch vor, nein unsere Nacktkiemenschnecke, zu der Gattung Fadenschnecke gehörend, ist so beweglich wie es aussieht. Sie bewegt ihren Köper um fast 360 Grad und sieht dabei so grazil, zierlich und graziös aus. Und das als Schnecke. Kaum zu glauben!

Also was eine Schnecke kann, können auch wir, es muss ja nicht so geschmeidig sein, Hauptsache wir tun etwas um beweglich zu bleiben.

Beweglich bleiben das wünscht euch diese Woche!

Johann Vifian


Wahlfreiheit

Was wir alle gut finden, was wir alle als erstrebenswert erachten. Für die einen etwas Selbstverständliches, für andere ein Kampf für den sie zu sterben bereit sind.
Wahlfreiheit, die freie Wahl zu haben, Entscheidungsfreiheit, grosse Worte die uns irgendwie, irgendwann, irgendwo alle berühren. Wo Wahlfreiheit ist, ist auch Wahlkampf. Mit viel Pomp und Gloria mediengerecht initiiert, gesponsert mit einem Haufen Kohle.
Parteien, Gruppen, Vereinigungen und Einzelpersonen präsentieren sich uns, dem Wahlvolk, um in unserer Gunst zu stehen, unsere Stimme zu bekommen.
 

Wie steht’s mit der so hoch gelobten Wahlfreiheit wenn die Wahl zur Qual wird?

 
Genug über so irdische Dinge nachgedacht, jetzt wird abgetaucht.45-Wahlfreiheit-m
Und was sehe ich da, ein Schwarm Glasbarsche. Einfach faszinierend wie diese Fische gemeinsam als Schwarm agieren und reagieren. Ohne das ersichtlich ist wer denn der Häuptling der Truppe ist. Wer der gewählte Präsident des Glasbarschenvolkes ist.
 

Befindet er sich links, rechts oder in der Mitte des Schwarms?

 
Bei längerem betrachten des Treibens gebe ich es auf den Boss der Gemeinschaft zu finden und es ist mir so was von egal ob der nun links, rechts oder in der Mitte ist.
Hauptsache ich habe die Wahlfreiheit, kann frei wählen wer bei den Glasbarschen der nächste Präsident sein soll.
Wahlfreiheit, das wünsche ich euch für diese Woche!

Johann Vifian


Wetterwechsel

Zusammen mit dem Wechsel Sommer - Winterzeit hat es das Wetter wieder mal geschafft. Es hat gewechselt und zwar radikal. Schnee bis in die Niederungen! Die einen freut’s, die andern fluchen. Besonders die die noch keine Winterreifen montiert haben. Was soll’s, dem Reiz der ersten Schneeflocken kann sich kaum einer entziehen. Wie ein sanfter Zuckerguss legt sich dieser über die noch soeben herbstlich farbige Natur. Eines ist sicher, der Schnee wird in Kürze wieder verschwinden, einfach so auf nimmer wieder sehen um dann, wann es ihm dann passt wieder zu kommen. Wetterwechsel eben.

Bild

Genau so wie der Wetterwechsel über Wasser die Landschaft mit einem sanften Weiss überdeckt, genau so wechselt auch Unterwasser die Edelkoralle ihr Gewand. Wie Schnee, überzieht das Weiss der Tentakel das rote Gewand unserer Korallen. Ein paar Luftblasen, Bewegung im Wasser und schon ziehen sich die weissen Tentakel zurück, genau so wie das der Schnee an der Oberfläche auch tut. Etwas warten, Geduld haben und schon schneit es wieder, natürlich oben an Land! Und Unterwasser? Da schneit es nicht, wie auch auf gut 35 Meter Tiefe, dafür zeigt sich die Koralle wieder in weisser Pracht, wie eine Winterlandschaft.
Und was ist gewiss? Der nächste Wetterwechsel findet statt, egal was wir von ihm halten.
Viel Freude am Wetterwechsel in dieser Woche wünscht euch!

Johann Vifian


Ausdauer

Marathon Läufer brauchen Ausdauer. Langstreckenschwimmer, solche die den Ärmelkanal durchschwimmen ebenso.Und dann hat ja sogar kürzlich ein Taucher die Strecke von Frankreich nach England Unterwasser durchtaucht. 8 Stunden soll er unterwegs gewesen sein. Ohne eine gehörige Portion Ausdauer läuft da nichts.

Ausdauer muss jedoch nicht zwingend mit sportlichen Leistungen assoziiert werden, mit Leiden und masochistischen Zügen zu tun haben. Obwohl zugegeben, Ausdauer oftmals auch mit Leiden, sich durchbeissen verbunden ist.

Ganz anders in unserer Welt unter dem      43-Ausdauer-mMeeresspiegel. Ok, auch da gibt es Fische die mit Ausdauer weite Strecken schwimmen. Es gibt aber auch solche die sich einfach nur hinlegen, ausschauen wie ein Stein und mit Ausdauer warten bis ihr Mittagessen vor ihren Mund schwimmt. Ausschauen wie ein Stein? Deshalb heissen sie ja auch Steinfische.Sie sind so gut getarnt, dass sie nur sehr schwer erkennbar sind. Es ist also auch Ausdauer gefragt, den Steinfisch zu entdecken. Sei es im Wasser mit dem Blick durch die Tauchermaske oder virtuell im weltweiten Netzwerk der digitalen Bilder.

Auf unserem Bild macht es uns der Steinfisch etwas einfach, er hat sich das pinkfarbige Kleid angezogen.Noch nicht entdeckt?Mit ein wenig Ausdauer kann der Meister der Tarnung von allen entdeckt werden.

Eine Woche mit Ausdauer wünscht euch!

Johann Vifian


Mystisch

Dem Gefühl, der Faszination des Mystischen kann sich kaum einer entziehen. Irgendwie berührt uns alle das Rätselhafte, das Geheimnisvolle, das Mystische.Die grünen Männchen vom Mars, Ausserirdische? Weit gefehlt!

Tauchermaskte KW 42 /2012 - Mystisch

Um das Mystische zu erleben, zu fühlen, ja sogar zu sehen, dafür müssen wir nicht in die Unendlichkeit des Alls eintauchen, sondern ganz einfach abtauchen. Abtauchen in die Tiefen der Meere. Zugegeben, dass was wir da sehen ist nicht immer mystisch. Was hat ein Fisch oder Koralle schon mystisches an sich? Ganz im Gegensatz dazu wirkt das Feld von Steckmuscheln auf mich mystisch. Wie einem heiligen Gral gleich, stehen sie da. Es sind keine Skulpturen da von einem Künstler wirkungsvoll platziert wurden. Es sind Lebewesen, edle oder grosse Steckmuschel, Pinna nobilis benannt. Sie stehen ihr ganzes Leben lang aufrecht verankert, umgeben vom grünen Seegras der Posidonia, mit dem tiefblauen Hintergrund des Wassers geradezu mystisch wirkend.

Und so wie es zu jedem Mysterium gehört, wird dieses bewacht. So lebt in der Steckmuschel der Muschelwächter. Eine nur knapp 2 cm kleine Krabbe. Auch wenn wir ihn nicht sehen, er ist da.Genau so wie das Rätselhafte, das Geheimnisvolle, das Mystische.

Eintauchen in die Welt des Mystischen, das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


gutes tun

Gutes tun, sich selber was Gutes tun, oder andern was Gutes tun.

Egal Hauptsache was Gutes tun. Das mag auch eine der Beweggründe gewesen sein, die zur Gründung des Roten Kreuzes geführt hat. Überall dort Hilfe zu leisten, wo es nötig ist. Unabhängig von Religion, Staatsangehörigkeit oder was auch immer. Einfach zu helfen, beizustehen, dort wo es der Mensch braucht.
Das Rote Kreuz auf weissem Grund wurde weltweit zum Symbol.41-Gutes-tun-m 340_250

Genau diese Assoziation, diese Gedankenverknüpfung, zum Rot auf weissem Grund, fand den Weg mit dem Blick durch die Tauchermaske in meine Gehirnwindungen, als ich neulich im Mittelmeer getaucht bin.

Ein roter Seestern dessen einen Arm zwischen dem Weiss von Kalkalgen liegt.

Dabei berührt die Spitze die Stacheln eines Seeigels. Seeigel die bekanntlich wehtun können wenn man sie unachtsam berührt. Dieses Risiko nimmt der Seestern offensichtlich auf sich.

Genau so wie die Helfer des Roten Kreuz bei ihren Einsätzen was Gutes zu tun auch Risiken eingehen.

Eine Gedankenverknüpfung zu weit hergeholt? Was soll’s! Taucherhirne, so sagt man, sollen ja anders ticken.

Ob Taucher oder nicht! Hauptsache was Gutes tun?

Gutes tun, das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


Power

Gyb Pfuus. Weil die Mundart der Berner und das Tauchen so schön sind. Gyb Pfuus heisst nichts anderes als gib Strom, elektrischen wohlgemeint. Ganz simpel, schalte das Licht an, gib Power!

Und nun zum Tauchen. Wasser und Strom! Vorsicht, das passt doch nicht zusammen! Im Prinzip ja oder man macht es richtig.

Auch wir Taucher und besonders die bddt40-Power-m 340_250Fotografen brauchen den Strom beim Tauchen. Ohne zusätzliches Licht, als Taucherlampe und oder als Blitzgerät mitgenommen, würden wir ganz schon im Dunkeln stehen.
 
Ganz besonders beim Nachttauchen. Nachts Tauchen?
Die spinnen die Taucher. Egal denn wer spinnt hat mehr vom Leben.
Zurück zur Power, zum Strom. Da gibt es einen Fisch, den Zitterrochen. Der ist besonders nachts aktiv, so wie die Partygänger und Disco Besucher. Eine Disco ohne Power ohne Strom, zum vergessen.
Nicht so bei unserem Zitterrochen. Der trägt den Power mit sich. Er hat die Fähigkeit Strom zu erzeugen.
Umgewandelte Muskelmasse dient als elektrisches Organ das bei Entladung bis zu 230 Volt stark sein kann. Also ganz schon deftig.

Mit Vorliebe gräbt sich unser Zitterrochen in den Sand ein um sich zu tarnen. Dort lassen wir ihn auch und unterlassen es ihn aufzuschrecken. Denn sonst kann‘s ungewollt eine Ladung Power absetzen.
Eine gewollte Ladung Power, genau das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


selbstsicher

Sich seiner sicher sein, eben selbstsicher sein. Selbstverständlich?
 
Denkste!
 
Wie schnell lassen wir uns verunsichern, verlieren den Mut, obwohl man sich seiner Sache sicher ist. Selbstsicher unsere Sache vertreten, dafür einzustehen und wenn gegeben auch Risiken dafür einzugehen. Das Risiko mit seiner Ansicht alleine dazu Stehen, alle gegen sich zu haben, ja dann ist selbstsicheres Auftreten nicht mehr so einfach.
 
Da können wir alle von unserem kleinen Drachenkopf was lernen. Der sitzt, viel mehr thront auf seinem Felsblock, mitten in den grossen Weiten des unendlichen Meeres, umgeben von Feinden, solche die ihm seinen Platz auf seinem Thron streitig machen wollen.
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Genau das sah ich mit Blick durch die Tauchermaske vor meinem geistigen Auge. Ein sich seiner sicher sein, eben selbstsicher, mit nur dasitzen und Präsenz zeigen. Mit nur dasitzen?
 
Weit gefehlt. Was so cool rüberkommt, täuscht. Unser Freund, der kleine Drachenkopf beobachtet aufmerksam seine Umgebung. Die kleinste Veränderung, jede Wasserbewegung nimmt er war und stellt sich darauf ein.
 
Von mir als Taucher, der zig fach grösser ist als er lässt er sich unbeeindruckt fotografieren. Mir kommt es so vor, dass er dies sogar selbstsicher und mit einem gewissen Stolz tut.
Sich seiner sicher sein, eben selbstsicher sein, genau das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


schöner wohnen

Wo fühlt man sich am Wohlsten? Natürlich zu Hause!
So zumindest geht es den meisten von uns, wir fühlen uns am wohlsten in den eigenen vier Wänden. Dafür tun wir auch was!
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Mal ehrlich, wer kennt es nicht das Gefühl, jetzt muss ich was ändern, verbunden mit dem Bedürfnis die eigene Bude wieder mal zu verschönern.
 
Sei es mit einer radikal Kur, indem die ganze Bleibe neu eingerichtet wird, ganz zur Freude der Möbelhäuser, denn die werben ja mit Schöner Wohnen, oder eher mit der sanften Variante, der Veränderung im Kleinen. Sei es einfach nur Gegenstände auf dem Regal umstellen oder mit einem Bild aufhängen einen Farbtupfer setzen.
 
Blau zur Beruhigung verbunden mit einem sanften Rot zur Anregung.
Beruhigung und gleichzeitig Anregung, das geht doch nicht! Weit gefehlt!
Sanft gleich Soft und schon sind wir Taucher bei der Softkoralle angelangt. Wenn diese sich dann noch in sanften rot Tönen vom blauen Wasser  abhebt, ja dann ist die Kombination von Beruhigung und gleichzeitig Anregung gegeben. Taucher müsste man halt sein!
 
Und wer’s nicht life erleben kann, der hängt sich ganz einfach das Ganze als Poster an die Wand. Schöner Wohnen, beruhigend und anregend zugleich so einfach geht das.   
Schöner Wohnen das wünsche ich euch in dieser Woche.

Johann Vifian


Der Blick durch die Tauchermaske

Nume nid gsprängt, aber gäng echly hü.

Genau so wie wir Taucher unsere Zeichen Sprache haben, für nicht Nicht-Taucher eine Sprache mit sieben Siegeln, gibt es auch Geheimsprachen.
 
Dialekte, in dem Fall aus der Region Bern und der Bundeshauptstadt der Schweiz, muten sich für nicht Eingeweihte genau so an. Man hört resp. liest zwar was, versteht, begreift jedoch nichts.
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Kein Problem hier kann geholfen werden!
Nume nid gsprängt, aber gäng echly hü
... heisst frei übersetzt, bedeut ganz einfach:
Überhaste nichts, aber lass dennoch dein Ziel nicht aus den Augen!
 
Genau so wie unsere Ringel-Sternschnecke, Chromodoris annulata, Gattung der Nacktkiemen Schnecken, sich naturgegeben langsam bewegt. Langsam, jedoch zielgerichtet und unbeirrt ihren Weg geht.
 
Ihr ist es so ziemlich schnuppe, dass da so ein zigmal grösseres fremdes Wesen, mit einem schwarzen Ding in der Hand -Fotokamera-, einem plötzlichen Lichtstrahl ausgesetzt, -Blitzlicht- in ihrer unmittelbaren Nähe rummacht.
 
Ihr scheint es egal zu sein, dass da das Herz eines Tauchers, der sowas vor die Kamera gesetzt bekommt höher zu schlagen beginnt. Nur nichts versauen, ja keine Fehler in den Kameraeinstellungen machen, ja nichts überhasten, das Ziel nicht aus den Augen verlieren, ist das Gebot der Stunde.
Nume nid gsprängt, aber gäng echly hü, genau das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


Die Gelegenheit beim Schopf packen

Genau das habe ich gemacht. Den richtigen Augenblick erfasst, die Gunst der Stunde genutzt.
 
Das führt mich auch zu Frage woher überhaupt kommt die Redensart „Die Gelegenheit beim Schopf packen“? Richtig! Von den alten Griechen, woher den sonst. Kairos ist der altgriechische Gott des richtigen Augenblicks. Er war schnell und kaum zu fassen. Ausser man erwischte ihn an seiner Haarlocke, hat die Gelegenheit genutzt ihn beim Schopf zu packen. Griff man daneben, Pech gehabt und Schwups weg war er.
 
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Nun hatte ich nicht den altgriechischen Gott an seinem Schopfe gepackt, sondern noch viel besser, habe gleich drei tauchende Göttinnen am ihrem Schopf gepackt. Drei tauchende Schönheiten gleichzeitig mit dem Blick durch die Tauchermaske zu betrachten, da kann man nicht anders, da muss man die Gelegenheit beim Schopf packen.
 
Zugegeben das war nicht besonders schwer, bei der wallenden Haarpracht die sich mir da anbot. Wie sich das für Göttinnen und Schönheiten gehört, haben die drei selbstbewusst, besser als jedes hoch bezahlte Model auf dem Laufsteg, geradezu mit der Kamera geflirtet. Vielmehr noch, auch die drei haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt sich als tauchende Models Unterwasser in Bildern zu verewigen.
Ganz klar, die Gelegenheit beim Schopf packen, genau das macht doch diese Woche.

Johann Vifian


Frontal

Von vorn, direkt, geradlinig, zielbewusst alles Assoziationen zu Frontal. Ich habe ihn frontal erwischt, so der Boxer nach seinem gewonnen Kampf. Er hat mich frontal erwischt, die Folge Totalschaden am Auto.Frontal
Angriff und zwar frontal verlangt der General von seiner Truppe im Manöver.
Frontal somit auch Konfrontation?
Die einen suchen die Konfrontation, die Harten, die Machos, die anderen gehen der lieber aus dem Weg, die Softies.
 
Und wie halten wir Taucher es mit der Konfrontation frontal?
Also, wenn uns ein Hai frontal entgegen schwimmt, dann haben wir Taucher, wenn nicht Schiess, dann doch Respekt, beobachten und werden vorsichtig.
Leider oder Gott sei Dank, je nach Standpunkt, kommt dies ja selten vor.
 
Was wir jedoch erleben dürfen ist die frontale Begegnung eines viel kleineren Meeres Bewohner. Dem Clownfisch, weltweit Berühmtheit erlangt durch den Film Nemo.
Wie dieses kleine Ding mutig und unerschrocken direkt, frontal auf uns Taucher zu schwimmt beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Schliesslich sind wir über 1000 Mal grösser als unser Freund unter Wasser.
Wenn es dann noch gelingt, den wagemutigen Fisch frontal, wenige Zentimeter vor dem Objektiv, direkt in die Kamera blickend, abzulichten, dann sehen wir geradezu was Frontal ist. Wie wirkungsvoll und schön frontal sein kann.
Frontal, das wünsche ich euch in dieser Woche

Johann Vifian


Spaziergang

Einfach mal rausgehen, ein wenig die Beine bewegen, ein kurzer Spaziergang um die Hausecke, im Garten, das reicht schon aus um sich kurz zu erholen, den Kopf zu lüften um mit erfrischter Energie das Tageswerk fortzusetzen.
Ein Spaziergang alleine, oder mit dem Vierbeiner Gassi gehen, oder zu zweit Hand in Hand, wie zwei Verliebte, oder mit der Familie die Kinder meistens vorneweg, oder in der Gruppe plaudernd und schwatzend, was wo wie warum auch immer, so ein Spaziergang tut jedem von uns gut.
  1. – Tauchgang?!
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Das -gang im Wort haben sie schon mal gemeinsam unser Spaziergang und Tauchgang.

Für uns Taucher, die dem Wasser nahe stehen, Achtung damit meine ich nicht dass wir Taucher viel drauflosen heulen, oder soll ich besser schreiben weinen und nasse Augen bekommen, nein für uns Spezies, die Unterwasser einen Spaziergang machen, nennt sich das Tauchgang. Also eigentlich nichts besonderes, einfach mal so, genau so wie; einfach mal rausgehen, die Beine bewegen ein kurzer Spaziergang machen.
Neues Entdecken, alt bekanntes wieder entdecken, einfach nur so, sehr schön zu zweit, im Garten der Unterwasserwelt spazieren zu gehen.
 
Nach einem solchen Spaziergang – Tauchgang ist und fühlt man sich im wahrsten Sinne des Wortes erfrischt.
Einen Spaziergang, jeden Tag, einfach nur so, das Wünsche ich euch diese Woche

Johann Vifian


MedailleTauchermaske

Medaille! Olympiade!
 
Dieser Faszination kann sich keiner entziehen. Die halbe Welt fiebert mit und freut sich wenn sein Land eine Goldene abholt. Der Traum eines jeden Sportlers. Denn erst sein Traum, für das ein Olympionike, so werden die Teilnehmer einer Olympiade genannt, trainiert, leidet, kämpft, ermöglicht es uns Zuschauern mitzufiebern und uns am Sieg zu erfreuen oder an der Niederlage mit zu leiden. In jeden Fall Emotionen pur.
 
Und was bleibt? Eben die Medaille.Tauchemaske
 
Und genau so eine habe ich gefunden! Wo denn? Klar doch Unterwasser, beim Tauchen, wie könnte es anders sein.
Eine Medaille die olympischer nicht sein könnte. Die fünf Ringe symbolisieren bekanntlich ja die fünf Kontinente. Für jeden Kontinent einen Ring.
Und was hat unsere Medaille? Was ziert unsere Medaille?
Genau fünf sternförmig angeordnete Erhebungen die wie die Landmassen unseren fünf Kontinenten gleich sich aus dem Meer erheben.
 
Diese Medaille ist nicht von Menschenhand gemacht, die Natur hat sie erschaffen.
Ein Seeigel, der sich lebend im Sand vergräbt und kaum sichtbar ist. Sichtbar für uns Taucher wird er erst als Skelett, dann einfach so auf dem Sand liegend.
 
Taucherumgangssprachlich auch Sanddollar benannt.
Nicht jeder muss also ein Olympionike sein um zu seiner Medaille zu kommen.
Jedem seine Medaille, genau das wünsche ich euch diese Woche.

Johann Vifian


Offen sein

Offen sein, ja für was denn und warum?
 
Offen sein für das was kommt.
Offen sein für Neues, Fremdes entdecken, Grenzen überwinden.
Offen sein für das Leben.

Offen sein, bedeutet auch sich öffnen, seine Gefühle und Gedanken offen sagen.
So heisst es doch auch; offen und ehrlich sein.

Offen sein sich bildlich vorstellen, geht durchaus. Wer kennt es nicht, das Bild wenn zwei Menschen, nachdem sie sich lange nicht mehr gesehen haben mit offenen Armen aufeinander zugehen, manchmal auch rennen und sich dann umarmen. Sich mit offenen Armen empfangen.

Was das bedeuten kann, offen sein, bddt 32-Offen sein-m_340_250sich öffnen, genau das durfte ich bei einem meiner Tauchgänge hautnah beobachten. Es gibt etliche Lebewesen die öffnen sich nur wenn sie darauf vertrauen, dass in ihrer Umgebung keine Feinde sind. Und wenn sie sich dann öffnen nehmen Sensoren die Lichtunterschiede und Wasserbewegungen in minisekundenschnelle war, was dazu führt, dass sich das Lebewesen blitzartig verschliesst.

Der indische Röhrenwurm ist so ein Tier. Ungeöffnet ist er kaum sichtbar, höchstens als kleines Loch im Riffgestein. Geöffnet ist er eine Pracht sondergleichen. Einmal mehr, der Blick durch die Tauchermaske beweist es. Offen sein bereichert das Leben und sei es für diesmal mit einem seltenen Bild.
Offen sein, genau das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


Verpassen

Verpassen ist, wenn man etwas vergisst und es einem später in den Sinn kommt dass man es vergessen hat.
 
Das kennen wir doch alle. Irgendeinen Termin verpasst zu haben. Sei es ein Geburtstag oder sonst ein Ereignis. Genau so ist es mir ergangen. Den wöchentlichen Blick durch die Tauchermaske müssen meine Gehirnzellen so getrübt haben, dass ich es verpasst habe die 100 te Ausgabe als solche hervorzuheben.
 
Verpasst, aber nicht ganz vergessen. Anlass die 111 te Ausgabe, nämlich die von dieser Woche dem Thema Verpassen zu widmen. Das in gewohnter Manier mit dem Blick in die Welt Unterwasser.
Und was sehe ich da? BddT 31-Verpassen-m_340_250

Eine Fächerkoralle auf der sich ein roter Fingerschwamm in Szene setzt. Gutes Motiv denke ich und schon ist das Bild im Kasten. Was ich dabei verpasst habe, sprich mir gar nicht aufgefallen ist, ob all der Ablenkung über das tolle Sujet, ist der schwer zu findende Langnasenbüschelbarsch der direkt der Bilddiagonale folgend schräg unterhalb des so markant roten Fingerschwammes seinen Platz einnimmt.
Hätte ich mich nicht vom dominanten Rot so ablenken lassen, hätte ich den schwer zu findenden Langnasenbüschelbarsch entsprechend in Szene gesetzt. Was soll’s! Verpasst! Ein andermal lasse ich mich beim Blick durch die Tauchermaske weniger ablenken, so zumindest nehme ich es mir vor.
Nichts verpassen, das wünsche ich euch in dieser Woche.

Johann Vifian


Blau

Blau –Bleu – Blue- Blu - Deutsch – Französisch –Englisch –Italienisch.
Wobei die Italiener mit dem ersten Buchstaben im Alphabet beginnen mit A nämlich Azzurro. So wird Blau in Italienisch neben Blu auch geschrieben. Und noch besser gesungen. Den Aaaazzuuuurroooo tönt in einem Lied, und wenn schon Italienisch dann Canzone, so heisst Lied auf Italienisch, also in einem Canzone viel melodiöser als Blu. Bei the way in Spanisch heisst Blau Azul.

Muschel Tauchermaske

Zurück zum Canzone, also zum Lied und nach Italien.
Wer kennt ihn nicht der Sommerhit Azzurro von Adriano Celentano! Erstmals gesungen 1968.
Sommerhit - Sommerzeit! Zeit zum Blau machen, zum Urlaub machen. Am blauen Meer, mit blauem Himmel. Mittags ein bis zwei Bierchen, nachmittags eine Runde Aperitif, abends Wein und als Absacker Schnaps. Und das Ergebnis davon, man ist stockbe…..galanter ausgedrückt man ist einfach so richtig Blau.
 
Und was macht der Taucher im Urlaub?
Richtig! Abtauchen. Abtauchen ins tiefblaue Blau ohne dabei Blau zu werden.
Und was sieht der Blick durch die Tauchermaske. Blau in allen Schattierungen, ineinander laufend, übereinander laufend, ein Blau im Blau, Blauer geht’s nimmer.
 
Bevor es nun noch schlimmer wird und wir vor lauter Blau noch ganz Blau werden, lasse wir das Blau -Bleu – Blue- Blu Azzurro sein.
Eine Woche ganz in Blau wünscht euch

Johann Vifian


EDEL

Rein, vornehm, ehrbar, ehrenwert hochwertig, kostbar, ja all das und vielmehr steht für Edel.Und dann gibt es ja noch die Edelsteine. Heiss begehrt, welche Dame von Welt hat sie nicht gerne, die Klunker um den Hals.
Halt, Stopp, das ist nun gar nicht edel Edelsteine als Klunker zu bezeichnen.

Also, ich nehm’s zurück und schreibe edel; welche Dame von Welt hat es nicht gern ein Collier um den Hals. Collier, ein Halskette aus Edelsteinen, edlem Gold, edlen Perlen.

Womit wir schon abgetaucht und Unterwasser BddT 29_340_250sind, denn da kommen sie ja bekanntlich her die Perlen. Wenn wir schon in den Tiefen der Meere sind, gibt es dort auch die Edelkoralle. Sie heisst wirklich so und ist ebenfalls ein heiss begehrtes Objekt für uns Taucher. Ein High Light das jeder Mal gesehen haben muss.
Und das ist leider selten geworden. Die Corallium rubrum, so heisst das edle Blumentier auf lateinisch, wurde zur Schmuckverwertung übermässig ausgebeutet.

Die Edelkoralle, sie kommt im Mittelmehr vor, auf Tiefen ab 30 m, an Höhlendecken und Überhängen wachsend, zeigt sie sich in voller Pracht, die weissen Tentakeln wie Edelsteine glitzernd, zieren sie nicht nur den Hals sondern den ganzen Körper.
Edel, genau so eine Woche wünsche ich auch allen

Johann Vifian


BODENSTÄNDIG

Urchig, archaisch, verwurzelt, mit beiden Beinen auf dem Boden stehend, alles Synonyme, für bodenständig. Da weiss man woran man ist, darauf kann man sich verlassen, auch das gehört zu bodenständig.

Gut, beim Tauchen weiss ich woran ich bin, aber was hat Tauchen mit bodenständig zu tun?
Tauchen das ist doch das Gefühl von Schweben, vom Boden abgehoben zu sein, also das pure Gegenteil von bodenständig.
 
Die Seekuh, auch bekannt unter dem BddT 28_bodenstaendig1_340_250Namen Dugong ist der lebende Beweis, dass Tauchen sehr wohl auch bodenständig sein kann. Ja es gibt auch Kühe im Wasser, deshalb heissen sie ja auch Seekühe!
 
So wie die Kühe über Wasser weiden sie gerne auf Wiesen und fressen in aller Gemütsruhe Gras.
So auch die Gabelschwanzseekuh die auf unserer Seegraswiese in Marsa Imbarak am Roten Meer, am sich dort wachsende Grünzeug genüsslich tut. Grünzeug als Nahrung soll ja bekanntlich gesund sein, dass weiss auch unsere Seekuh.

Genau so wie die Landkühe Milch geben, den die Milch kommt nicht aus dem Tetraback, wie einige denken, könnte es ja auch sein, dass unsere Seekuh gemolken werden könnte.
Milch von einer glücklichen, nicht lila Kuh sondern einer Seekuh, der ultimative Knüller im heiss umkämpften Bio Milch Produkte Markt.

Abgehoben oder Bodenständig?!?

In jedem Fall eine bodenständige Woche wünscht euch

Johann Vifian


UMSCHWÄRMT

Umschwärmt sein, genau so wie ein Star, dieser Faszination kann sich keiner entziehen.

Kreischende Teenies die ihren Idolen zujubeln, die völlig entrückt auf engstem Raum, im freiwillig gewählten Gedränge, im Takt der Musik ihren Star umschwärmen.

Genau das ging mir durch den Kopf als ich, wie kann es anders sein, mit Blick durch die Tauchermaske, die zig tausend Glasperlenfische, die einen knallroten Schwamm umschwärmen, fotografieren konnte.

BddT 27-UmschwärmtEinfach faszinierend zu beobachten wie tausende von Fischen als Schwarm funktionieren.

Wie sie miteinander, auf engsten Raum, im freiwillig gewählten Gedränge, eben genau sie wie die Teenies, einen Star umschwärmen.

Schwarm und umschwärmen, gibt es da wohl eine Wortverbindung. Ich weiss es nicht.

Was ich aber weiss ist, dass Glasperlenfische kaum grösser werden als 10 cm, ein Leuchtorgan im Darm haben, das für uns Taucher sichtbar ist, weil mit Ausnahme des gelben Kopfes die kleinen Dinger transparent sind. Deshalb werden sie auch taucherumgangssprachlich gelber Feger oder indischer Glasfisch genannt. Der wissenschaftliche Name ist Parapricanthus ransonneti.

Und was ich auch weiss ist, dass es berauschend ist umschwärmt von tausenden kleinen Fischen zu sein..

Umschwärmt zu sein, genau das Gefühl wünsche ich euch in dieser Woche.

Johann Vifian


EIN ZIEL VOR AUGEN

Wer immer ein Ziel vor Augen hat um das sich zu kämpfen lohnt, der lebt.

Das ist keine Aussage eines Tauchers sondern ein Zitat von Emil Oesch, schweizerischer Schriftsteller und Verleger (1894 - 1974).

Wie Recht er damit hat.BddT 26 Ein Ziel vor den Augen

Ein Ziel vor Augen haben, spornt an und fördert die Leistungsbereitschaft.

Sei es um als Mannschaft einen Prestige trächtigen Titel zu gewinnen, Fussballeuropameisterschaft lässt grüssen, sei es um als Einzelkämpfer auf dem Zenit des Olymps anzukommen, eine Goldmedaille zu erkämpfen.

Ein Ziel vor Augen haben, dafür muss man kein Sportler sein, auch ein geistiges oder soziales Ziel vor Augen zu haben erfüllt unser Leben.

Es muss auch nicht ein grosses Ziel sein, dass wir vor Augen haben, etwas Einfaches reicht für unsere Zufriedenheit auch aus.

So zum Bespiel ein Tauchgang, mit dem Ziel vor Augen, das Ziel vor Augen fotografisch im Bild festzuhalten, also quasi das Zitat von Emil Oesch zu visualisieren. Was eignet sich da wohl besser als den Blick durch die Tauchermaske, das Ziel vor Augen, die Taucherin mit Blick auf die Federsterne abzulichten. Für Nichttaucher zu kompliziert und zu quer gedacht. Egal und sei’s drum.

Hauptsache ein Ziel vor Augen, das wünsche ich euch diese Woche.

Johann Vifian


 

Sichtweise

Wenn wir nicht gerade schlafen, nimmt unser Auge dauernd unsere Umgebung war.
Diese Flut von Bildern wird automatisch verarbeitet.BddT 25 Sichtweise

Je nach Standpunkt und der Sichtweise des Betrachters fällt die Beurteilung von ein und demselben Gegenstand anders aus. Nehmen wir mal als Beispiel eine Teetasse. Die Einen beurteilen diese nach ihrem Nutzen, die Anderen nach ihrem materiellen Wert und wiederum Andere sehen die Form und Grösse. Drei Betrachter, drei unterschiedliche Wahrnehmungen und das vom gleichen Gegenstand.

Was sagt und das?

Erstens: Es gibt keine wahre absolute Wahrnehmung, im Sinne von das ist die Wahrheit. Unsere Wahrnehmung ist je nach Sichtweise immer subjektiv.

Zweitens: Es lohnt sich, einen Gegenstand, auch wenn er uns auf den ersten Blick noch so simpel erscheint, mit und in unterschiedlichen Sichtweisen zu betrachten.

Es lohnt sich immer wieder ins Detail zu schauen, genauer hinzuschauen.

Als Taucher im und unter Wasser haben wir die Freiheit uns in der dritten Dimension mühelos zu bewegen. Es fällt dem Taucher leicht seinen Standpunkt, zumindest visuellen, schnell zu verändern und sich so noch einen neunen, ungeahnten Blickpunkt zu verschaffen.

Im vermeintlich Bekannten gibt es noch so viel Unbekanntes zu entdecken.

Eine Sichtweise die euch bereichert, das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


So richtig zupacken!

Ja wie, wo, wann und vor allem was genau gilt es so richtig zupacken?BddT 24 So richtig zupacken
Also zupacken nicht im Sinne von etwas zu packen, einpacken, verschnüren, so wie ein Paket.
Nein, so richtig zupacken im Sinne von zugreifen, ergreifen, erbeuten, nehmen. Und auch im Sinne von mit Überzeugung, mit dem festen Willen, es zu tun und wenn schon dann schon, richtig zu tun, das, was man sich vorgenommen hat.

Das können wir alle! Nicht nur starke Männerarme, die auf der Baustelle Zementsäcke so locker tragen, als wären es Tennisbälle. Die auf Stahlträgern balancierend in luftiger Höhe so richtig zupacken.

So richtig zupacken, wie könnte es mit Blick durch die Tauchermaske anders sein, wird auch Unterwasser vollzogen.

Ein blendendes Beispiel dafür ist die Riesenmuschel. Die grösste Muschelart die es gibt. Ist ja logisch, deshalb heisst sie ja auch Riesenmuschel.

Sie kann bis zu einem halben Meter gross werden. Sie stülpt ihre toll gefärbten Muskeln über die Muschelschale und lockt so neugierige Wesen an. Spürt die Muschel dann, dass etwas in ihrer unmittelbaren Nähe ist, zieht sie blitzschnell ihre Muskeln zusammen und schon hat sie die Beute im Griff und sich mit so richtig zupacken ihre Mahlzeit gesichert.

So richtig zupacken, genau das Wünsche ich euch für diese Woche

Johann Vifian


Kopf Hoch

Kopf hoch! Das bekommen wir zu hören, wenn es mal nicht so rund läuft, wenn der Erfolg nicht wie erwartet eintritt, oder wir einfach mal nicht gut drauf sind.
Also lassen wir den Kopf nicht hängen, sondern nehmen die gut gemeinten und aufmunternden Worte "Kopf hoch" entgegen.BddT 23 Kopf hoch

Was soll denn das nun? Diese doch eher negativ assoziierten Gedanken! Wurde da der Blick durch die Tauchermaske so sehr getrübt, dass es dem Betrachter aufs Gemüt geschlagen hat?

Mitnichten!

Zugegeben, das Wasser war nicht schnapsklar und ein wenig getrübt, als ich die Seeschildkröte im flachen Gewässer beobachten konnte.

"Kopf hoch" ist für die Seeschildkröte nicht Trübsal blasen sondern quasi ihr Lebenselixier.
Obwohl sich die Seeschildkröte sehr lange ohne zu atmen unter Wasser aufhalten kann, wie beneide ich sie darum, muss sie ab und zu mal auftauchen um Luft zu holen. Denn sie braucht, genau so wir wie Taucher, was im übrigen auch für uns Landwesen gilt, Luft.

Deshalb verlässt sie die Seegraswiese, wo sie in aller Ruhe das Grünzeug frisst, beginnt mit dem Auftauchen um dann getreu nach dem Motto "Kopf hoch", diesen aus dem Wasser zu strecken, Luft zu holen um wieder abzutauchen um sich dann weiter mit den Leckereien auf der Seegraswiese zu befassen.

Kopf hoch, genau das wünscht euch diese Woche

Johann Vifian


Mit voller Kraft

Auch schon erlebt? Unter der Dusche, einfach gut drauf, mit voller Kraft ein Lied singend.

Meistens möglichst laut. Keinen kümmerts ob alle Töne korrekt getroffen werden. Hauptsache es tut gut so aus tiefster Seele eine Arie zu schmettern.BddT 22 Mit voller Kraft

Und dies ganz ohne Publikum. Keine Zuhörer die im Televoting eines Song Contest meinen Gesang benoten, den Bach ab runter schicken anstatt zur Nr. 1 zu wählen.

Und im Übrigen! Was kümmert mich die Meinung einer virtuellen Zuhörerschaft!

Dann vielmehr, unter der Dusche mit voller Kraft singend, denn das ist Körper- und Psychohygenie zugleich.

Ganz besonders nach dem Tauchen, das Salzwasser abduschend und dabei das soeben Erlebte Revue passieren lassen.

Vor meinem geistigen Auge lasse ich nochmals meinen Blick durch die Tauchermaske vorüberziehen und sehe vor mir den Krötenfisch. Dies mit einem weit aufgerissenen Mund, nein nicht um zu fressen, sondern mit voller Kraft und aus voller Kehle, mit Inbrunst ein Lied singend. Auch ein Krötenfisch darf ja einmal, so wie wir Taucher nach dem Tauchen, mit sich selber zufrieden zu sein und dies mit voller Kraft, Töne von sich schmetternd, zum Ausdruck bringen.

Singen oder sonst was tun, Hauptsache mit voller Kraft, das wünscht euch diese Woche

Johann Vifian


Ein Dorn im Auge

Zugegeben, ein Dorn im Auge braucht keiner von uns. Weder im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich einen Dorn, einen Splitter, oder was auch immer, das uns ins Auge gekommen ist, brennt und stört bis wir es, oder sogar der Onkel Doktor es entfernt haben.

Ein Dorn im Auge hat auch die Bedeutung, dass einen etwas stört. Das oder der ist mir ein Dorn im Auge, eine uns allen bekannte Redewendung.BddT 21 Ein Dorn im Auge

Tauchen wir ab und schauen mal ob das Unterwasser auch so ist? Und was sieht mein Fotografenauge durch die Tauchermaske?

Quasi wie ein Dorn ins Auge sticht mir die Flügelauster - angewachsen an einer Buschgorgonie - ins Auge.

Austern! Da sind doch Perlen drin! Ja und nein, nicht immer und nicht in jeder Auster. Die Perle in einer Auster entsteht dadurch, dass ein Fremdkörper in das Muschelfleisch der Auster eindringt, eigentlich wie ein Dorn im Auge, und sich dort festsetzt.

Und was macht die Auster?

Da sie keinen Onkel Augenarzt hat, der ihr den Fremdkörper entfernt, schützt sich die Auster damit, indem sie den Fremdkörper umschliesst und so wächst und entsteht eine Perle.

Diese wird dann als Schmuckstück getragen und ist wiederum einigen ein Dorn im Auge, weil sie keine Perlenkette haben.

So oder so eine Woche mit oder ohne Dorn im Auge wünscht euch

Johann Vifian


Wettkampf

Hat für uns alle in irgendeiner Art eine Bedeutung.

Im Zweikampf Mann gegen Mann, darf auch Frau gegen Frau sein, in zweier Teams gegeneinander und/oder als Mannschaft.
Anmerkung dazwischen, dabei fällt mir auf, dass es das Wort Frauschaft gar nicht gibt, obwohl es auch Mannschaften mit reiner Frauenbesetzung gibt. Das wäre dann eine Fraumannschaft.BddT 20-Wettkampf
Dann kennen wir ja auch den Wettkampf zwischen den Geschlechtern. Emanzipation lässt grüssen.

Wettkampf, bedeutet auch gegeneinander. Muss das so sein? Im Wettkampf nicht gegeneinander sondern miteinander bestehen und auch gewinnen, ja, das ist möglich.

Die Natur macht es uns vor. Sehr gut ist dies für uns Taucher zu beobachten.

Sämtliche Lebewesen, ob pflanzlicher oder tierischer Art befinden sich dauernd in einem Wettkampf. Einem Wettkampf um einen möglichst guten Platz einzunehmen, damit die Nahrungsaufnahme gesichert und der Lebensraum verbessert und optimiert werden kann.
Dabei gehen die Lebewesen auch Partnerschaften und Symbiosen ein. Das Skelett einer zum Teil alt gewordenen Fächerkoralle bietet einen Logenplatz für die Spezies der Schwämme, auf denen sich mit Vorliebe Nacktkiemenschnecken niederlassen. Weichkorallen zeigen sich stolz in ihrer Farbenpracht und Fische, dauernd in Bewegung, komplettieren das Bild.

Sie alle sind Teilnehmer eines Wettkampfes gegeneinander mit dem Ziel miteinander zu gewinnen. 

In dem Sinne wünsche ich euch eine an Wettkampf reiche Woche.

Johann Vifian


Zwei Welten

Aus den Gletschern der Bergwelt fliesst es ins Meer: das Wasser. Zwei Welten unzertrennlich miteinander verbunden.
Auf den ersten Blick haben die zwei Welten nichts Gemeinsames.
Weit gefehlt! So unterschiedlich sie uns auch erscheinen, es gibt viele Gemeinsamkeiten.
Imposant, aussergewöhnlich, beeindruckend, erscheinen uns die Welt der Berge und die Weiten der Ozeane.BddT 19-Zwei Welten
Beide Welten wurden von Abenteurern, mutigen Frauen und Männern erforscht, bestiegen und betaucht. Sie haben unter Einsatz ihres Lebens für uns die Türe in diese zwei Welten geöffnet.

Heute können wir bequem und ungefährlich, vom TV Sessel aus, die zwei Welten mitendecken. Reicht das jedoch aus? Ich denke nein! Selber und hautnah die zwei Welten entdecken, indem man eine Bergwanderung unternimmt, oder in die Tiefen der Meere abtaucht.

Eines ist dabei gewiss: Es tut uns in vieler Hinsicht gut. Körperlich und emotional. Wir bewegen uns, fühlen unseren Körper, atmen die frische Luft der Bergwelt und sind stolz den Gipfel erreicht zu haben. Wir geniessen die Aussicht von oben auf die Welt da unten.

All das und noch viel mehr ist mir durch den Kopf gegangen als ich beim Tauchen die imposante, einer Bergwelt gleichende Unterwasserlandschaft fotografiert habe.

Ich fühlte mich glücklich, mich in zwei so unterschiedlichen Welten bewegen zu dürfen.

Geniesst das Leben in zwei Welten, genau das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


Blau-Weiss-Rot

Das Spiel und die Deutung von Farben sind uns allen nicht unbekannt. Einzeln und/oder in der Kombination werden sie verwendet und haben mal mehr, mal weniger wichtige Bedeutungen. Ganz aus der Sicht des Betrachters.
Sogar das Strassenverkehrsgesetz benutzt die Farben. Rot-Gelb-Grün die Farben der Ampel.
Die Politik lässt sich da nicht lumpen und meistens im Wahlkampf werden über Ampel Koalitionen Schwarz-Grün-Gelb oder Schwarz-Rot-Grün oder oder spekuliert.BddT 18-Blau-Weiss-Rot
Da dürfen die Psychologen natürlich nicht hinten anstehen und benutzen die Farben auch für ihre Zwecke. Da gibt es seit den 50ern den Farbentest von Prof. Dr. Max Lüscher, zufällig ein Schweizer aus Basel, der voll auf die die Bedeutung von Farben setzte. Dieser Test erlangte weltweit Annerkennung in der Diagnostik der Persönlichkeitsstruktur: Rot für Selbstvertrauen, Grün für Selbstachtung, Gelb für Entfaltung und Blau für Zufriedenheit.

Und was hat das alles mit uns Spezies von Tauchern zu tun?
Sehr viel.

Wir Taucher brauchen zwar keinen Persönlichkeitstest, denn wir wissen selber, dass wir „eine Macke“ haben. Die Farben faszinieren uns jedoch genau so. Denn wo findet man schon eine solche von Natur geschaffene intensive Farbkombination? Zum Beispiel die Rote Gorgonie im Blau des Meeres mit dem Weiss der Korallenpolypen. Was begehrt da das Auge mehr?

Eine Blau-Weiss-Rote, in jedem Fall farbenfrohe Woche wünscht euch

Johann Vifian


Der goldene Schuss

Richtig geraten! So hiess eine bekannte TV Show im ZDF. Im Zweiten sieht man ja bekanntlich besser. Es ist  schon ein paar Jährchen her, als die Samstag Abend-Show von 1964 bis 1970 ein Strassenfeger war.

Moderiert wurde die Sendung vom Sänger und Entertainer Vico Torriani.BddT Goldene Schuss HP

Ein Schweizer, genau so wie Wilhelm Tell, der Schweizer Nationalheld, allen bekannt wegen seinem Schuss mit der Armbrust durch den Apfel auf dem Kopf seines Sohnes Walter.

Sogar Friedrich Schiller, der weltbekannte Deutsche Dichter hat ein Drama darüber geschrieben.

Was lernt uns das? Die beiden Nationen ergänzen sich sehr gut.

Wenn nicht in Sachen Finanzen und Obolus, die es an Vater Staat bezahlen gilt - Steuerstreit lässt grüssen - dann doch in der Unterhaltungsbranche und bei der Literatur von und mit Bedeutung.

Obolus ist zudem eine alte goldene Münze griechischen Ursprunges, mit der Bedeutung eine kleine Gebühr zu bezahlen.

All das ging mir durch den Kopf, nachdem ich das Foto des goldgelben Krötenfischs geschossen habe.

Einen Krötenfisch frei schwimmend so abzulichten ist, mit Verlaub, für jeden durch die Tauchermaske blickenden und fotografierenden Taucher quasi wie der goldene Schuss.

Eine Woche mit dem goldenen Schuss wünscht euch

Johann Vifian


Im Duett

"Im Duett" wird primär mit Gesang und Musik assoziiert. Ein Gesangsduo, das sich stimmlich ergänzt und unsere Ohren erfreut und unsere Herzen berührt. So zumindest ist es die Absicht eines Gesangsduos. Und wenn der Gesang im Duo nicht gefällt, was soll’s?
Über Geschmack streitet man ja bekanntlich nicht, man hat ihn oder hat ihn nicht, so zumindest soll es der Franzose sagen.BddT 16 Im Duett
Im Duett bedeutet jedoch auch, zumindest für mich, gemeinsam das Gleiche tun. Das Gleiche tun, weil es zu zweit einfach schöner ist.
Genau so ist es beim Tauchen. Nicht umsonst ist die Regel Nr. 1 beim Tauchen: Tauche nie allein! Denn geteilte Freude ist bekanntlich ja doppelte Freude.

Zwar gibt es sie noch nicht die Duett Tauchermaske. Wäre auch etwas kompliziert gemeinsam mit einer Maske zu tauchen. Dies im Glauben, beide sehen dann das Gleiche.
Umso mehr macht es Spass das gemeinsam Gesehene aus der Sichtweise des Tauchpartners zu betrachten und mit ihm darüber zu philosophieren.
Darüber zu philosophieren, was wohl unsere zwei Wimpelfische dazu bewog so im Duett zu schwimmen.

Haben sie wohl für die Olympischen Spiele der Unterwasserspezies im Synchronschwimmen trainiert? Oder sind die beiden nur frisch verliebt in einer lauen Frühlingsnacht Spazierschwimmen gegangen?

Eine Woche im Duett wünscht euch

Johann Vifian


Donut

Was zum Neptun hat ein Donut mit dem Tauchen zu tun?
Ein Donut gehört doch in einen Imbissladen, amerikanisch angehaucht.
Denn dort hat der Donut seinen Ursprung. Genau genommen ist ein Donut ein doughnut, auf gut Deutsch eine Teignuss. Die Teignuss, oder besser doch umgangssprachlich, also Donut, ist ein Gepäck aus Hefeteig.BddT 15-Donut

OK, Gepäck auf der Basis von Hefeteig gibt es einige, Teilchen wie sie in Deutschland genannt werden, oder ä Schnägg auf Schweizer Mundart oder der Berliner, der zum Essen und nicht der Bewohner der Hauptstadt von good old Germany.

Was den Donut von einem popeligen einfachen Hefegepäck unterscheidet ist, dass er ein Loch in der Mitte hat. Ein Loch durch das auch eine Schnur, Kordel oder Seil gezogen werden könnte

Genau so wie auf unserem Bild. Ein Seil, an dem ursprünglich mal ein kreisrunder Markierungskörper, mit einem Loch in der Mitte, befestigt wurde, um Unterwasser einen Punkt anzuzeigen.

So ein Geschenk lässt sich Mutter Natur Unterwasser nicht entgehen und schon wird der Schwimmkörper mit einer Feuerkoralle überwachsen. Um noch einen draufzusetzen, nein drunter zu setzen, zusätzlich eine Himbeerkoralle. Die heisst wirklich so.

Und schon ist er geboren der Unterwasser-Donut. Scharf wie Feuer und mit Himbeergeschmack.

Einen guten Appetit mit oder ohne Donut wünscht euch diese Woche

Johann Vifian


Von einem anderen Planeten

Ja, da kommen sie her, die Ausserirdischen, Marsmännchen und ET’s.
Die einen sind fest davon überzeugt, dass es sie gibt, die die von einem anderen Planeten kommen.
Die andern finden das ausgemachten Blödsinn.BddT 14-Von einem anderen Planeten

Eines ist gewiss: Der Faszination ob der Frage ob wir auf Mutter Erde die einzigen Lebewesen sind oder ob es da sonst wo noch im All grüne Männchen gibt, kann sich niemand entziehen.

Ganze Industriezweige beackern dieses Feld, man denke nur an die Filme und Science Fiction Romane.

All das muss ich nicht haben, denn wenn ich tauchen gehe, komme in nicht von einem anderen Planeten, sondern besuche einen anderen Planeten. Den blauen Planeten.

Und was treffe ich dort an?

Ufos, es gibt sie doch, sie sind angekommen, von einem anderen Planeten.

Alles Quatsch! Zugegeben, das was hier einem Ufo gleich aussieht, mit gelben Bewohnern als Besatzung, sind Salpen vom Planeten Thaliacea. Nein, von keinem Planeten, sondern Thaliacea ist der korrekte wissenschaftliche Name dieser Salben, die zur Gattung der Manteltiere gehören.
Es sind frei schwimmende Meerestiere und einige davon haben Leuchtorgane.

Warum auf die Ausserirdischen warten?
Nur abtauchen und mit einem Schuss Phantasie dazu haben wir schon die Besucher von einem anderen Planten.

Eine Woche mit etwas Phantasie wie von einem anderen Planeten wünscht euch

Johann Vifian


Flötenspiel

Flötenspiel! Was kommt jetzt?
Alle von uns, zumindest die meisten, erinnern sich sicher an ihre Zeit als ABC Schützen.

Nicht der Beitritt zum Schützenverein, nein, die Tage als wir als Kinder damit begannen die Schulbank zu drücken. Es ging darum uns das Schreiben, Lesen und Rechnen beizubringen.

Für wahr eine tolle und gute Sache.BddT 13-Floetenspiel

Da wir Menschen auch mal von der Muse geküsst werden, durfte die musikalische Ausbildung nicht fehlen. Und die geschah mit dem Flötenspiel. Man gab uns, noch unentdeckten Musikgenies, eine Blockflöte in die Hände und brachte uns das Spiel auf der Flöte bei.

Halt! Stopp! Intervention! Man versuchte uns das Flötenspiel beizubringen. Denn bei mir ist es kläglich misslungen. Das Wasser stand mir einfach näher. Und so bin ich abgetaucht im Glauben vom Flötenspiel endgültig befreit zu sein.

Denkste! Was gibt es da anzutreffen? Ein Lebewesen, das mit der Flöte geboren ist.

Trallerie, Trallera, Fistularia, was muss dieser Fisch musikalisch so alles drauf haben? Fistularia deshalb, weil dieser Fisch den Namen Fistularia commersonii hat. Auf Gut Deutsch Flötenfisch. Wie gut der Fisch das Flötenspiel, im musikalischen Sinne, beherrscht, weiss ich nicht. Ist ja auch egal, Hauptsache der Fisch fühlt sich wohl dabei.

Genau das wünsche ich euch diese Woche, fühlt euch wohl mit oder ohne Flötenspiel.

Johann Vifian


Krone aufgesetzt

Was gehört zu einem König, zu einer Königin?
Dumme Frage: eine Krone selbstverständlich.
Das beginnt in den Königshäusern schon in bei den Kids, standesgemäss Prinzessinnen und Prinzen genannt, die bekommen ja auch schon ihr Krönchen aufgesetzt.
Und was ist mit uns normalen Erdenbürgern, die angeblich kein blaues Blut haben?
Auch die bekommen ihre Krone aufgesetzt.BddT 12-Krone aufgesetzt

Der menschliche Geist, genährt mit dem Bedürfnis nach Anerkennung, ist da äusserst erfinderisch.
Wer kennt sie nicht, die Event’s "wer ist die Schönste im ganzen Land?", die Schönheitswettbewerbe?

Der Sport macht im Spiel beim Krone aufsetzten munter mit. Fussballkönig, Skikönig, Laufkönig, praktisch jeder, der einmal gewinnt, bekommt seine Krone aufgesetzt.

Bei soviel Krone aufsetzen lässt sich die Welt Unterwasser selbstverständlich auch nicht lumpen. Denn genau so kommt es mir vor als ich die Niedrige Geweihkoralle  -Acropora humilis- genau so wie als Krone aufgesetzt, auf einer Solide Porenkoralle  -Porites Solida- gesehen und fotografiert habe. Pikant daran erscheint mir, dass auch etwas, was als "niedrig" bezeichnet wird, nämlich die Niedrige Geweihkoralle, als Krone dient.

Genau so wie bei uns Erdenbürger, egal aus was die Korne schlussendlich ist, egal warum wir eine Krone aufgesetzt bekommen, das Bedürfnis ein Krone aufgesetzt zu bekommen, steckt in uns allen drin.

Eine Woche mit der Krone aufgesetzt bekommen wünscht euch

Johann Vifian


Frühlingsputz

Mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen befällt vorwiegend die weibliche Spezies unter uns das Fieber des Frühlingsputzes.
Der Mief des Winters, der angesammelte Staub, unter allen Möbeln, an den unmöglichsten und schwerst zugänglichen Orten in unserer Bleibe, dem wird radikal und unerbittlich zu Leibe gerückt.

Ja und was hat das alles mit unserer Glossodoris cinta  –Blaurand-Sternschnecke- zu tun?BddT 11 Fruehlingsputz

Sehr viel. Denn genau diese Schnecke habe ich vor wenigen Tagen das erste Mal beim Tauchen entdecken dürfen. OK, da fehlt immer noch die Verbindung zum Frühlingsputz.

Geduld, Geduld, der kommt.

Die Schnecke war mitten in einem fast Fussball grossen Feld von grünen Algen. Und dieser musste vom Untergrund des Sandbodens weggeputzt werden.

Eine schier unlösbare Aufgabe für unsere Schecke. Fast genauso wie der allerseits hassgeliebte Frühlingsputz. Ganz schneckenkonform lässt sich unsere Glossodoris nicht stressen und geht die Reinigung, wie es sich gehört, im Schneckentempo an.

Und oh Wunder: Sie wird damit in Kürze fertig. Denn die Erwärmung des Wassers führt dazu, dass die Algen im Frühling einfach so verschwinden.

Zack und schon sauber ist der sandige Meeresboden, trotz Schneckentempo.

Also wenn schon Frühlingsputz, dann in jedem Fall gemütlich angehen, denn vielleicht haben wir ja Glück und eine solch naturgegebene Reinigung, ersetzt uns quasi die Mühen des Frühlingsputzes.

Eine, wenn möglich, sich selbst erledigende Frühlingsputz-Woche wünscht euch

Johann Vifian


HINTER GITTERN

Betrachten wir das mal von drei Seiten.

Erstens mit Blick von innen nach aussen. So ist es für den Ganoven, der im Knast sitzt, der eben Hinter Gittern ist.
Zugegeben keine so tolle Aussicht. Zumindest soll die Luft dort gut sein, da sie ja durch das Gitter gesiebt, sprich etwas gereinigt, wird.BddT 10 Hinter Gittern

Zweitens mit Blick von aussen nach innen. So ist es für den Betrachter, wenn er sich den Villen der Reichen nähert. Wirkungsvolle  Umzäunungen, kunstvoll gestaltete Sicherungsgitter vor den Fenstern, das alles um den Erdenbürger davon abzuhalten einzubrechen und so hinter Gitter zu kommen.

Drittens, last but not least wie könnte es anderes sein, mit Blick durch die Tauchermaske.

Da gibt es, wie hier abgebildet, die Zarte Knotenkoralle  – Acabaria delicutla - eine visuelle Delikatesse wie sie so an der Höhlendecke hängt und mir den Blick hinaus ins Tief des blauen Wassers freigibt.

Also, wenn ihr mich fragt, auf den ersten Blick hinter Gittern kann ich verzichten, auf den zweiten eine Villa zu haben, mit der latenten Angst im Nacken, dass bei mir eingebrochen werden kann, na ja, auch nicht das non plus ultra. Da ist mir am liebsten der dritte Blick, der durch die Tauchermaske

Macht es genau so und wagt diese Woche mal den Blick Hinter Gitter.

Johann Vifian


EIN DACH ÜBER DEM KOPF

Weiter es Dach überem Chopf?

Wollt ihr ein Dach über dem Kopf, so fragte in den 60er Jahren der Stadtpräsident von Bern seine Stadtbewohner. Gemeint damit war eine gigantisch anmutende Überdachung des damals noch offenen Eisstadions. Die Berner sagten Ja und kamen so zu ihrem Dach.BddT 09-Ein Dach ueber dem Kopf

Ja, auch wir alle wünschen uns, vielmehr brauchen wir, ein Dach über dem Kopf.

Klar doch, wenn das Dach über dem Kopf gleichzeitig mit einer Villa, einer tollen Wohnung (Dachstock wäre super!) verbunden ist, dann freuen wir uns gerade doppelt darüber.

Mehrere Berufsgruppen haben es sich zur Aufgabe gestellt für uns Dächer zu planen, zu konstruieren und zu bauen. Vom einfachen Satteldach, übers Flachdach bis zu statischen Meisterleistungen von gewölbten Überdeckungen in Sporthallen und Schwimmbädern.

Mit den Schwimmbädern sind wir, wie kann es anders sein, beim Wasser angekommen.
In demselbigen, dem Wasser, baut die Natur Dächer, die in allem die von Menschenhand gebauten Dächer bei weitem übertreffen.

Kein Ingenieur, kein Architekt, schafft es den Aufbau, die Statik, das filigrane und doch steinharte Lebewesen, der hier fotografierten Acropora (Geweihkoralle) latistella (Tischkoralle) nur annähernd nachzubauen.

Möglich, dass den Ingenieuren der Blick durch die Tauchermaske dabei helfen könnte.

So oder so, in jedem Fall ein Dach über dem Kopf, das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


ALLE GUTEN DINGE SIND DREI

"Die Drei" wird in sehr vielen uns bekannten Redewendungen verwendet.
Die heiligen drei Könige, Drei mal darfst du raten, Die drei Musketiere.

Zum Skatspielen braucht es mindestens 3 Spieler, beim Jass, dem Schweizer Kartenspiel ebenfalls. Auch im Sport wird die Drei vielfach verwendet.BddT 08-Aller guten Dinge sind drei

Im Fussball freut sich jeder über den Hattrick. Beim Eishockey dauert das Spiel drei Drittel und beim Tennis meistens drei Sätze.

Ein Flotter Dreier oder die Ménage à trois, vom französischen übernommen als Dreiecksbeziehung.

Die Drei ist seit Alters her eine kultische Zahl, der eine hohe Bedeutung zugemessen wird.

Einerseits wird behauptet, die Drei als heilige Zahl sei auf das Christentum zurückzuführen, der heiligen Dreifaltigkeit. Andere Quellen sagen, dass die Redewendung "Alle guten Dinge sind drei" ursprünglich aus der Rechtssprache stammt. Unter einem Ding verstand man früher bei den alten Germanen keine Sache, sondern die altdeutsche Gerichtsversammlung. Wenn man als Beklagter drei Mal vorgeladen wurde und nicht erschien, konnte man nach dem dritten Termin auch in Abwesenheit verurteilt werden. Der Kläger gewann automatisch.

Und was hat das alles mit dem Tauchen zu tun?

Nichts, ausser dass es mir mal gelungen ist, drei Maskenfalterfische zu dritt, schön hintereinander aufgereiht, abzulichten. Was, by the way, sehr selten vorkommt.

Alle guten Dinge sind drei, genau das wünsche ich euch in dieser Woche

Johann Vifian


Wie in guten alten Zeiten….


….spricht der Vater zu seinem Sohn. Nicht schon wieder diesen Spruch, erwidert der Sohnemann. Meinst du denn früher war alles besser?
Überlassen wir die Antwort den Historikern und wenden uns der Gegenwart zu.
Und schon wieder komme ich nicht darum herum, über die guten alten Zeiten zu schreiben. Grund genug dafür habe ich. BddT 07 Wie in guten-alten-Zeiten
So traf ich mich diese Tage mit meinen Kameraden aus der guten alten Zeit der Tauchschwimmerausbildung anno dazumal bei der Swiss Army. Es gibt also nicht nur das weltbekannte Swiss Army Messer sondern auch Jungs die aus den Bergen kamen und Tauchen auf die harte Tour kennen lernten. Hart, jedoch so wertvoll, dass wir ein Taucherleben lang davon zehren können. Wie schön kann es doch sein mit Kameraden zusammen die guten alten Zeiten aufleben zu lassen.
Tauchen nicht nur in der Vergangenheit, nein auch in der Gegenwart. So geschehen auch diese Tage, wo ich wieder mal meine Riffe um Hurghada besuchte.
Ob ihr’s glaubt oder nicht, diese sind noch genau so gut erhalten wie anno dazumal. Sie strotzen nur so mit einer Fülle Marinen Lebens.
Früher war alles besser?!
Was soll’s, sicher ist, dass es kaum was Schöneres gibt als in der Gegenwart gemeinsam mit Kameraden in die guten alten Zeiten abzutauchen. Dabei festzustellen, dass sich diese verändert haben und trotzdem gleich geblieben sind.

Eine Woche wie in guten alten Zeiten wünscht euch

Johann Vifian 


HOCHDRUCK

Das soll noch einer verstehen!

Einmal bringt es sibirisch kaltes und einmal tropisch heisses Wetter. Im Sommer bedeutet Hochdruck BddT 06 Hochschönes Wetter mit warmen Temperaturen und im Winter bringt uns, ebenfalls Hochdruck, so wie jetzt, saukaltes Wetter mit tiefen Minus-Temperaturen. Damit noch Schnee dazukommt, den wir alle so lieben, braucht es jedoch ein Tiefdruck, denn das ist für Niederschläge zuständig, ob nun Schnee im Winter oder Regen im Sommer.

Regen, den wir nicht so gerne haben, die Natur jedoch benötigt damit sie gedeihen und wachsen kann. Ob in flüssiger Form, eben als Regen oder in fester Form als Schneekristall -  Hauptsache Wasser. Denn faszinierend ist es allemal.

Genauso ist das auch für uns Taucher.

Wasser, Hoch, Tief und Druck, damit befassen wir uns bei jedem Tauchgang. Zu Beginn beim Abtauchen sind wir mit dem Tiefdruck konfrontiert, logischerweise auch im Nassen wie beim Regen im Sommer. Dann zum Schluss eines jeden Tauchganges beim Auftauchen kommt der Hochdruck.

Wenn dann noch die aufsteigenden Luftblasen, die aussehen wie Schneeflocken, meinen Aufstieg begleiten, fühle ich mich in einem Hoch ohne Druck.

Genau das wünsche ich euch diese Woche, ein Hoch ohne Druck.

Johann Vifian


Aufgedreht

Ja was denn aufgedreht?BddT 05-Aufgedreht

Zum Beispiel die Zahnpastatube bei der Morgentoilette, der Verschlussdeckel des Marmeladenglas beim Frühstück, der Benzindeckel beim Auto fürs Tanken, das Schloss bei der Bürotür oder der Werkstatt, um zum Arbeitsplatz zu kommen und so weiter und so fort.

Die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden, von Gegenständen, welche für Tätigkeiten in unserem Alltag  entweder zur Gewohnheit geworden sind oder uns tierisch ärgern, wenn sie nicht oder nur mit viel Kraftaufwand und Mühe aufgedreht werden können.

Dann gibt es noch die psychologische Komponente, nämlich die des aufgedreht sein. Aufgedreht sein, weil man aufgeregt ist, erregt ist, weil man nicht weiss was da kommen mag. Beim Bewerbungsgespräch, vor einer Prüfung, als Schauspieler vor seinem Auftritt oder als Zuschauer der gespannt und innerlich aufgedreht ist, weil er sich so aufs Konzert freut.

Und schon sind wir bei der Kunst angelangt.

Nachdem ich wie immer das Ventil meiner Tauchflasche aufgedreht habe, und einfach so zum Spass mich drehend in die Tiefe habe fallen lassen, begegne ich dieser Schraubensalbelle. Ein Röhrenwurm, ja ihr lest richtig, Röhrenwurm, der erst aufgedreht so richtig zur Geltung kommt und seine volle Pracht entfaltet. Wie schön kann doch aufgedreht sein.

Eine aufgedrehte Woche wünscht euch

Johann Vifian


GEGENSÄTZE

BddT 04 GegensaetzeGegensätze ziehen sich an. Ist das wirklich so? Ich denke schon. Also stellt sich die Frage warum ist das so? 

Warum ist das so, wenn es doch auch heisst „gleich und gleich gesellt sich gern". Und schon haben wir zwei gegensätzliche Aussagen.

Zwei gegensätzliche Aussagen, die im Besonderen bei der Betrachtung von Partnerschaften verwendet werden. Damit befasst sich auch die Wissenschaft. Gibt es doch etliche Untersuchungen zu diesem Thema, die zum Ergebnis kommen, dass das eine etwas mehr als das andere zutrifft, aber beides aufgrund empirisch erfasster Daten, gegeben ist.

Das mit wissenschaftlichen Untersuchungen ist so eine Sache, also lassen wir das und tauchen ab. Und was sehe ich da?Ein canthigaster coronata oder auf gut Deutsch ein Kronenspitzopf-Kugelfisch.
Also von einem Kugelfisch erwarte ich, dass der rund wie eine Kugel ist. Ist er meistens auch. Aber eben nicht immer muss alles an ihm rund sein. Wenn der Kopf im Gegensatz zum Körper spitz ist, dann setzt man dem noch die Krone auf und schon heisst unser niedlicher Fisch, der ausgewachsen um die 15 cm gross ist, Kronenspitzopf-Kugelfisch. Wie schon können Gegensätze doch sein.

Gerade deshalb wünsche ich euch eine Woche mit vielen Gegensätzen.

Johann Vifian


Einfach gut drauf sein

Möchten wir doch alle! Oder etwa nicht?BddT 03 Einfach gut drauf sein

O. K., es gibt sie halt, die Miesepeter, solche, die mit runter gezogenen Mundwinkeln montags zur Arbeit gehen, oder einfach solche, die immer was zum Nörgeln und zum Aussetzen haben.

Ganz nach dem Motto: Mir geht es schlecht und um noch einen oben drauf zu setzen, dann soll es auch den anderen nicht besser gehen.

Wenn dann noch das Wetter nicht mitmacht, die Sonne nicht scheint, eine Hochnebeldecke oder ein Grau in Grau bewölkter Himmel und einer Temperatur so um die null Grad ist, ja dann ist die Stimmung auch genau dort, nämlich tief unten.

Dem kann abgeholfen werden!

Ihr ahnt es schon, wenn schon tief unten dann abtauchen. Abtauchen um einfach gut drauf zu sein. Abtauchen in eine eindrückliche, farbenfrohe, vor Leben strotzende, bezaubernde, wunderbare Welt. Es ist immer wieder faszinierend so eine Artenvielfalt life, nah und spürbar erleben zu dürfen. Das mitgenommene Bild bleibt in Erinnerung, ob im Kopf oder wie hier abgelichtet. In jedem Fall ist es die beste Medizin um einfach gut drauf zu sein.
Abtauchen und eintauchen, egal wo und wie, einfach in das, was uns das Leben zu bieten hat.

Einfach gut drauf sein, so eine Woche wünscht euch

Johann Vifian


Genau hinschauen

Genau hinschauen, ja genau so wie unser Einsiedlerkrebs.

Clever, wie er das macht. Und faul dazu. Warum faul? Anstatt sich selbst ein Haus zu bauen, so wie sich das für anständige Menschen, äh Lebewesen gehört, nimmt er sich ein nicht mehr benütztes Schneckenhaus, denn leider für die Schnecke, hat diese das zeitliche gesegnet, und schwups schon hat unser Einsiedelerkrebs ihr Haus übernommen.BddT 02 Genau hinschauen

Bei Gefahr, auch die gibt es nicht nur in der Welt Über-, sondern auch Unterwasser, zieht er sich in sekundenschnelle in sein Haus zurück und wartet da mal ne Weile.

Es braucht dann schon ein Quantum an Geduld, solange zu warten bis die Neugier den Einsiedlerkrebs dazu treibt sich wieder zu zeigen und rauszuschauen. Rausschauen um genau hinzuschauen wo es wohl was zum Futtern gibt.

Denn Futter brauchen wir alle. So auch die Spezies der Journalisten und Reporter deren Aufgabe es ist genau hinzuschauen. Und was entdecken sie?

Einer der sich anstatt sein Haus selber zu bauen, sich die Kohle von einem Freund leit und schon nennt er sein Heim sein eigen. Na und fragt man sich da?

Weil er kein Einsiedlerkrebs ist, sondern Bundespräsident, bewegt das eine ganze Nation.

Genau hinschauen was den diese Woche bringen mag das rät euch

Johann Vifian


Ein kleines Wunder

Das wünschen wir uns doch alle. Auch gegen ein Grösseres hätten wir, bitteschön nichts einzuwenden. Wenn schon dann schon!
Bleiben wir auf dem Boden und sind, wenn schon, denn schon, auch mit einem kleinen Wunder zufrieden.
Denn jedes Wunder, ob gross oder klein, kommt überraschend und unerwartet, obwohl wir uns dies in unseren Träumen immer wieder herbeisehnen.

Können wir ausser davon träumen, mehr dafür tun, damit uns ein Wunder widerfährt? BddT 01 Ein kleines Wunder

Ja, und dies schreibe ich mit vollster Überzeugung: Jeder für sich kann was dafür tun, dass ihm ein Wunder, ob gross oder klein, widerfährt.

Was packt denn da der nun aus seiner Wundertüte hervor? Ein Trick aus seiner Taucherkiste?
Ja und nein, egal ob aus einer Wundertüte, oder aus der Taucherkiste, es funktioniert.
Wie denn? Ganz einfach! Alle sieben Sinne, die wir haben auf positiven Empfang einstellen und so offen durch die Welt, gehen. Und schon haben wir unser kleines Wunder.

So zum Beispiel das Wunder werdendes Leben ansehen zu dürfen. Das Bild im schönsten weichen Rot Ton, filigran wie ein feines Seidentuch, ist nichts anderes als ein Gelege der spanischen Tänzerin, einer Nacktkiemenschnecke.

Also, die Sinne auf positiven Empfang einstellen und schon haben wir das Nächste …..

Ja genau das wünsche ich euch diese Woche, jedem ein kleines Wunder!

Johann Vifian


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Jede Woche neu:  

Der Blick durch die Tauchermaske 2011


 

Genau so wie ein BlumenstraussBddT 52 Genau so wie ein Blumenstrauss

Ja was ist denn genau so wie ein Blumenstrauss?
Die Erinnerungen unseres verflossenen Jahres. Denn das von mir erklärte Unwort des Jahres, nämlich Jahresrückblick, will ich nicht verwenden. Sch…… jetzt habe ich trotzdem geschrieben.

Also, genau so wie ein Blumenstrauss, fügen wir die Erinnerungen über das Erlebte zu einem Ganzen zusammen. Jede einzelne Blume hat Wurzeln, hat einen Stiel, manchmal mit Dornen, und am oberen Ende des Stiels, befindet sich die Blüten, mal einfarbig, mal bunt und auffällig, in verschiedenen Formen und Grössen.

Unser Jahresblumenstrauss, ja das Wort gefällt mir bei weitem besser als das Wort, … nein diesmal schreibe ich es nicht, besteht aus vielen Blumen mit vielen unterschiedlichen Blüten.

Zu allem und jedem unserer Blumen und Blüten, sprich Erinnerungen haben wir im Laufe der Zeit eine Beziehung aufgebaut.

Jede einzelne Erinnerungsblume hat ihren Platz und trägt dazu bei, dass der Jahresblumenstrauss, zu einem Ganzen wird.

Wie jeder Blumenstrauss verwelkt auch unser Jahresblumenstrauss einmal, bleibt in Erinnerung und macht für neue Blumen und Blüten Platz.

Genau so wie unsere Strausskoralle (Xenia umbellata) die noch in voller Blüte steht, sich einen schönen Platz ergattert hat, erfreut sie unser Auge, bleibt in Erinnerung und macht mit der Zeit Platz für Neues.

Eine Woche, genau so wie ein Blumenstrauss, wünscht euch

Johann Vifian


Freude herrscht

Auf alle Fälle, wir haben alle Freude, wenn Freude herrscht.
Sei es bei den Linguistikern, weil sie zu Recht sagen, diese Aussage sei sprachlich nicht korrekt, sich jedoch genau so über den Versprecher freuen wie viele von uns auch.BddT_50_Taucher

Diese mittlerweile in der ganzen „Schweiz-Welt-Bekannte“ Aussage war ein Versprecher von unserem (Schweiz) Ex-Bundesrat Adolf Ogi, als er 1972 mit Claude Nicollier in einer Direktverbindung ins Weltall zum Space Shuttle Atlantis seiner Freude Ausdruck verlieh.

Zum Ende der vierten Adventswoche wird Weihnachten sein. Das Fest der Freude und Liebe.
Freude herrscht bei den Kindern und Jung gebliebenen, die mit staunenden und leuchtenden Augen die Lichter der Weihnachtskerzen am Weihnachtsbaum bewundern.
Freude herrscht bei allen, die erfolgreich die Geschenke eingekauft haben.
Freude herrscht bei allen, die mit dem Verkauf der Geschenke etwas verdient haben.
Freude herrscht bei allen, welche nach der arbeitsintensiven Zeit vor Weihnachten entspannt die arbeitsfreien Weihnachtstage geniessen.
Freude herrscht bei den Beschenkten.
Freude herrscht bei allen, welche den Frieden und die Ruhe des Weihnachtstages spüren.
Freude herrscht auch bei uns Tauchern, die in der Stille der unendlichen Weite der Meere Frieden und Ruhe finden und Tauchern, welche dem Licht entgegen sehen und spüren, wie friedvoll die Welt doch sein kann.

Freude herrscht, genau das wünsche ich euch für diese vierte Adventswoche.

Johann Vifian


Take it easy

Nimm’s gelassen! Ja, was den gelassen nehmen? Klar doch, den weihnachtlichen Einkaufsrummel.
Geschenke einkaufen ist an sich ja was Schönes. Noch schöner ist es dann, die selbigen zu verschenken und unter den Weihnachtsbaum zu legen.

Aber warum muss das Einkaufen in der Adventszeit im dichten Gedränge von Erdenbürger geschehen, die auch am Geschenke aussuchen und einkaufen sind.BddT_49_Take_it_easy_HP

Wenn jetzt noch dazu kommt, dass ich noch gar nicht weiss, was ich denn als Geschenk kaufen will, mehr oder weniger rat- und hilflos im Geschäft verlegen rumstehe, ja dann gilt erst recht take it easy - nimm’s gelassen.

Macht mitten im Einkaufrummel mal einfach eine Pause, bleibt stehen, sucht eine ruhige Ecke, und beobachtet das Gewusel um euch herum. Atmet drei Mal tief durch. Es hilft garantiert.

Genau so machen wir Taucher es auch. Wenn’s mal eng wird, gilt take it easy, ruhig bleiben und dreimal tief durchatmen.

Und schon Formen sich die unzählig vielen Sardinen, welche wie wild, für mich unkoordiniert und blitzschnell herumschwimmen, zu einem Bild, zu einem Ganzen, zu einer Einheit, genau so wie sich das für die Welt Unterwasser gehört. Stellt sich nur noch die Frage, sind die Sardinen wohl auch beim Weihnachtsshopping?

Take it easy! Genau das wünsche ich euch in der dritten Adventswoche.

Johann Vifian


zuversicht

Er kommt. Der Eine mit Sicherheit pünktlich zum 6. Dezember und der Andere? Ja was denn, welcher Andere? Klar doch, der Schnee.

Der Eine, der zum 6. Dezember, da warten vor allem die Jüngsten drauf. Ob mit Zuversicht oder mit dem Gefühl der Spannung, was da auf sie zukommen mag, eines ist gewiss, der Sankt Nikolaus kommt und besucht Familien und Kinder. Diese, waren sie brav, erwarten voller Zuversicht ihr Geschenk und dürfen, müssen dafür ihr Sprüchlein aufsagen.

Ja und mit dem Anderen, dem Schnee?

Des einen Leid des andern Freud. Vielleicht lässt er deshalb so lange auf sich warten, bis er kommt? Und wenn er launisch ist und für einige zu spät kommt, verlieren die ihre Zuversicht nicht und produzieren die weisse Pracht mit Schneekanonen. Obwohl das genau genommen, ökologischer Nonsens ist, gerade so wie mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen.

Wie schön haben wir es da als Taucher! Wir haben 360 Tage Schnee, zwar nur in flüssiger Form mit etwas Salz drin, doch dass macht ja gerade das Salz in der Suppe aus. Und wenn dann noch eine schneeweisse Weichkoralle dazukommt mit rosa roten Spitzen, fast wie die rote Zipfelmütze des Sankt Nikolaus, dann freuen wir uns Taucher mit Zuversicht auf das was da kommen mag.

zuversicht, genau das wünsche ich euch für diese 2. Advent - Woche
Johann Vifian

Advent

Endlich ist er da, der Advent. So geht es vielen von uns. Und das aus unterschiedlichsten Gründen. Und diejenigen unter uns, welche den Kommerz rund um den Advent nicht so toll finden, drum herum kommt niemand.

By the way - wisst ihr was Advent heisst? Advent kommt von lateinisch avdentus und bedeutet Ankunft. Immer vier Sonntage vor dem christlichen Weihnachtsfest gedenkt man seiner Ankunft.

Der Advent ist allgegenwärtig. Er ruft bei jedem von uns Erinnerung wach, löst bei jedem von uns, so verschiedenartig sie auch sein mögen, Gefühle aus. Entziehen kann sich dem niemand. So betrachtet ist der Advent eine faszinierende Zeit. Faszinierend, weil wir als Kinder jeden Tag ein Türchen aufmachen durften, und das 24 Tage lang, mit einer Überraschung drin. Faszinierend, weil die Häuser, Strassen, Dörfer ja gar ganze Städte, mit Lichterketten geschmückt werden. Tausende von zusätzlichen kleinen und grösseren Lichtern die mit dem Leuchten des Sternenhimmels eine Wirkung erzeugen, die sicher aussergewöhnlich ist.

Und was treffe ich Unterwasser während des Advents an?

Weisse Korallenpolypen, leuchtend wie Sterne, auf einer roten Peitschenkoralle, sich abhebend vom blauen Wasser, eine Wirkung erzielend, die einer Adventsbeleuchtung in nichts nachsteht.

Eine mit viel Lichtern erfüllte erste Advent - Woche wünscht euch

Johann Vifian


Interessante Begegnung

Begegnung, das haben wir täglich. Jemanden treffen, oder nur sehen, sich begegnen, sei es auf dem Weg zu Arbeit, sei es in der Kantine, im Fitnessclub, bei der Arbeit oder wo und wann auch immer: Wir begegnen einander.

Und wie ist das mit einer interessanten Begegnung? Was macht eine Begegnung interessant?

Also interessant steht schon mal für vieles, wird mit vielen interessanten Adjektiven beschrieben. Bemerkenswert, lohnend, spannend, unterhaltsam, aufschlussreich oder auch merkwürdig, die Aufzählung könnte noch lange fortgesetzt werden.

Eine Begegnung ist dann eine interessante Begegnung, wenn sie uns beschäftigt, wenn sie uns berührt, wenn sie uns in Erinnerung bleibt. Das kann wegen eines nutzbringenden Gesprächs mit meinem Arbeitskollegen während der Mittagspause sein, das kann auch nur bei einem kurzen Augenkontakt mit meinen Sitznachbarn im Zug oder sonst wo sein. Entscheidend für eine interessante Begegnung ist immer unsere Einstellung. Wenn wir offen und ohne Vorbehalte durch unsere Welt gehen, dann haben wir tagtäglich nicht nur einfach so übliche sondern interessante Begegnungen.

Genau so geht es mir auch beim Tauchen. Auch mit dem eingeschränkten Blick durch die Tauchermaske sehen und begegnen wir immer wieder Neuem. So auch dem Winzling von Fisch, der in einem Bambusrohr sein zu Hause hat.

Eine Woche mit einer interessanten Begegnung wünscht euch

Johann Vifian


Miteinander Reden

Tun wir doch, jeden Tag. Mal mit, mal mit weniger Erfolg.

Manchmal reden wir auch aneinander vorbei. So beobachte ich, nicht nur manchmal, nein, sogar des Öfteren reden wir zwar miteinander ohne uns jedoch zu verstehen. Reden eben aneinander vorbei.

Und das obwohl wir dieselbe Sprache, Deutsch, Schwyzerdütsch, Englisch oder was auch immer, sprechen. Reden ist Verständigung, Verständigung ist Kommunikation. Und diese reduziert sich nicht nur auf die Sprache. Wir kommunizieren auch wenn wir nicht reden.

Wie sagte doch Paul Watzlawik, Kommunikationswissenschaftler, man kann nicht NICHT kommunizieren.

Wem das zu abgehoben, zu abstrakt tönt, wer es einfacher haben will, so wie wir Taucher, der bedient sich der Zeichensprache. Da gibt es das Taucher OK Zeichen "Ich bin OK, mir geht es gut.": Zeigefinger auf Daumen legen, einen Kreis bilden und die restlichen drei Finger aufrecht richten.

Dann gibt es noch Zeichen um mitzuteilen was für eine spezielle Fischspezies da zu sehen ist. So wie der Zackenbarsch.

Ja wie zeigt denn der Taucher "hier ist ein Zackenbarsch"? Ganz einfach, er macht mit einer Handbewegung ein Z, und zeigt dann auf seinen werten Hintern, sprich Arsch. Und schon weiss mein Partner hier ist ein Z-acken B-arsch

Miteinander Reden, egal wie, genau das wünsche ich euch für diese Woche

Johann Vifian


Mitbestimmen

Demokratie, das bedeutet mitbestimmen. Vielmehr das IST mitbestimmen.

Mitbestimmen am Geschehen in der Gesellschaft, in der man lebt.

Stellet euch mal vor, da wählt ihr demokratisch eine Regierung, die eure Interessen vertreten sollen. Und was tut diese? Sie vertreten nicht mehr euch, nicht mehr das Volk, von dem sie gewählt wurden. Nein, sie vertreten die Spezies der geldgierigen Finanzhaie, welche sich selber durch ihre unermessliche Gier ins Abseits manövriert haben. Und das soll nun auf Kosten von anderen, nein, nicht von anderen, sondern von euch, vom Volk, bezahlt werden.

Um der Dreistigkeit noch einen oben aufzusetzen, wird mit allen Mitteln Druck erzeugt das Mitbestimmen von euch, vom Volk, zu unterbinden, gar zu verbieten!

So lässt sich das Volk der Sardinen, das ich neulich mit dem Blick durch die Tauchermaske als Schwarm beobachten konnte, nicht manipulieren. Geschickt bilden sie eine Gemeinschaft, rücken zusammen und bestimmen so mit diesem Verhalten, dass sie als Ganzes, als eine Einheit wahrgenommen werden. Jeder Angreifer von aussen, der genau so wie die geldgierigen Finanzhaie sich in seiner Fressgier am Schwarm gütlich tun will, wird erfolgreich abgewehrt. Da gibt es keinen vom Sardinenschwarm gewählten Obervolkssardinenschwarmpräsidenten, der sein Volk nicht mitbestimmen lässt.

Mitbestimmen, genau das Wünsche ich euch für diese Woche und darüber hinaus.

Johann Vifian


Das Beste herauspicken

Herauspicken, und dann noch das Beste, wer tut das nicht gerne!

Fragt sich nur was das Beste ist?
Für den einen ist es dies für den andern ist es das. Was soll’s? Hautsache jeder hat das Gefühl erfolgreich das Beste herausgepickt zu haben.

Da soll es doch Homo Sapiens geben, die sich darauf spezialisieren das Beste herauszupicken. Zum Beispiel der Homo Sapiens www-E-Bay. Der hat sich im jahrelangen Heimstudium geradezu darauf spezialisiert aus dem World Wide Web das Beste herauszupicken. Oder die Homo Sapiens S-J sprich Schnäppchen-Jägerin. Sie durchforstet in stundenlangen Shoppingtouren auf der Einkaufsmeile einer Grossstadt wo sie passende Schuhe findet. Beide Spezies entwickeln dabei, ganz dem Darwinschem Gesetze der Evolution folgend, besondere Fähigkeiten, die uns Otto normal Homo Sapiens abhanden kommen.

Und was finden wir Unterwasser? Diesmal die Spezies Chelmon rostratos, auf gut Deutsch der gebänderte Pinzettenfisch. Auch er hat sich auf seine eigene Weise darauf spezialisiert, im wahrsten Sinne des Wortes, das Beste herauszupicken. Ebenfalls dem Gesetz von Darwin folgend hat er sich eine Schnauze in der Form einer Pinzette angeeignet. Somit hat er die Fähigkeiten, im Gegensatz zu normalen Fressmündern, auch an nicht zugänglichen Orten das Beste herauszupicken.

Das Beste herauspicken, in welcher Form auch immer, das Wünsche ich euch in dieser Woche

Johann Vifian


Auf den Kopf stellen

Das kennen wir doch alle!
Auch wenn du dich auf den Kopf stellst, es bleibt dabei: Heute bis du vor Mitternacht zu Hause! So die Eltern zum Teenager.
Ich habe die ganze Werkstatt auf den Kopf gestellt und trotzdem den verdammten Spezialschlüssel nicht gefunden! So der Azubi zum Lehrmeister.
Mit deinen Behauptungen stellst du die Sache auf den Kopf, das stimmt so nicht! So die Politiker im Streitgespräch.

Sich mal auf den Kopf stellen, dann sieht die Welt schon anderes aus. Denn es verändert die Sichtweise und so auch die Wahrnehmung. Gewissermassen eine Horizonterweiterung durch eine Horizontveränderung indem man sich auf den Kopf stellt.

Ich kann das nicht, ich bin dafür zu alt, zu unbeweglich oder was auch immer.

Dann hilft nur eines: abtauchen. Logisch mit dem Kopf voran. Und einmal mehr: Was erblicke ich da durch meine Tauchermaske?

Einen Krötenfisch, der auf dem Kopf steht. Mit seinen zwei vordern Brustflossen fixiert er sich, Schwanzflosse nach oben, Rückenflosse aufgestellt und Kopf nach unten. Eine Position, die der Kerl stundenlang einnimmt ohne sich zu bewegen. Einfach ruhig und gelassen auf dem Kopf stehen, die ultimative Lernform um den Horizont zu erweitern.

Auf den Kopf stellen, genau das ist meine Empfehlung für diese Woche.

Johann Vifian


Fremd gehen

Achtung Fremd gehen und nicht fremdgehen. Also in zwei und nicht in einem Wort geschrieben.

Denn fremdgehen, in einem Wort, wird gleichgesetzt mit Ehebruch. Und den Blick auf Ehebruch, wenn auch nur durch die Tauchermaske, erspare ich Euch. Fremdgehen, bedeutet auch untreu sein. Untreu sein ist wiederum eher negativ belastet.

Muss dass denn so sein? Ich denke nicht!

Fremd gehen, heisst auch mal etwas anderes zu tun. Gewohntes zu durchbrechen, den Alltag hinter sich zu lassen. Alt Bekanntes wieder neu entdecken. Sozusagen eine alte Liebe wieder auffrischen. Also doch fremdgehen, in einem Wort geschrieben. Was soll’s!

Ja ich gebe es zu, ich bin Fremd gegangen. Ich habe vor kurzem eine alte Liebe besucht. Tauchen um die Elba im Mittelmeer. Und ich sage Euch: Fremd Gehen lohnt sich!

Was ich da alles an Altem neu, durch die Tauchermaske, wieder sehen durfte, diesmal in digitaler Form fotografiert und festgehalten, fantastisch, eindrücklich, genial.

So z. B. in rund 30 Meter Tiefe ein Hügel voll mit purpurroten Gorgonien, mit dem das Wasser bis in die Tiefe durchdringende Sonnenlicht im Hintergrund, was will man mehr? Für mich eindeutig und klar, fremdgegangen, die alte Liebe besucht zu haben, hat sich gelohnt.

Eine Woche mit Fremd gehen wüscht euch

Johann Vifian


Ä Guete

Guten Appetit, gesegnete Mahlzeit, wohl bekommts, bon appétit, buon appetito, buen provecho, prijatnogo appetita, oder auf gut Bayrisch an Guadan und in Schwyzerdütsch (schweizerdeutsch) ä Guete.

Man setzt sich hin, sagt‘s und beginnt zu futtern.

Zugegeben, das ist etwas proletenhaft ausgedrückt. Man kann es auch netter formulieren. Vor dem Dinner, in einer gehobenen Gesellschaft ein reich gedeckter Tisch. Man platziert sich, peinlich darauf bedacht die Sitzordnung einzuhalten, eine wenig aussagekräftige Konversation beginnend – schönes Wetter heute – darauf wartend, dass der Gastgeber ans Glas klopft, einen Toast ausgibt und dann der gesamten Tischgesellschaft, jetzt kommt’s: "Ä Guete" wünscht.

Alleine unterwegs, ein Restaurant aufsuchend, kein Tisch ist mehr frei. Dann die Frage: Ist hier noch frei? Ein kurzes bejahendes Nicken und ich getraue mich dann an den Tisch zu sitzen. Und wie geht’s weiter?

Klar doch, das Essen ist serviert und jetzt kommt’s - ä Guete – oder in einer der vielen Sprachen vermittle ich meinem Tischnachbar, dass ihm das Essen schmecken soll.

Ich frage mich, kümmert das alles unsere Schildkröte, die da genüsslich gerade ihre Vorspeise, Weichkorallen à la Mer rouge, verspeist?
Oder setzt sie sich einfach hin, sagt’s und beginnt zu futtern.

Ä Guete wünscht Euch diese Woche
Johann Vifian

…UND SIE BEWEGT SICH DOCH…

Eppur si muove – und sie bewegt sich doch. Das soll der Legende nach Galileo Galilei gesagt haben, nachdem er das Gebäude verlassen hatte, in dem er von der christlichen Obrigkeit dazu verdonnert wurde seiner Theorie abzuschwören, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Weshalb wusste Galileo Galilei schon im 16 Jahrhundert, dass sich nicht alles um die Erde dreht, so wie es der Kirchenlehre entsprach? Ich weiss es nicht.

Was ich aber weiss ist, dass man zu seiner Überzeugung stehen soll, auch wenn es einigen nicht passt. Genauso wie es Galileo Galilei gemacht hat.

All das ging mir durch den Kopf als ich Unterwasser unsere Mutter Erde in einer Kleinausgabe entdeckte. Kugelrund, mit einer bläulich erscheinenden Oberfläche, unterbrochen mit braunen Flecken, welche unseren Landmassen nicht unähnlich sind. Fast genauso wie unser Planet Erde vom All aus gesehen wird. Möglicherweise bin ich da auf meiner Pirsch Unterwasser per Zufall in ein Klassenzimmer geraten, indem gerade den kleinen Nemos das Fach Erdkunde näher gebracht wurde. Warum wohl sollte Unterwasser ein Modell unserer Erdkugel einfach so rumliegen? Was soll’s - eines ist gewiss, Recht hat er gehabt der Galileo Galilei.

---und sie bewegt sich doch… eine Woche in der sie Recht behalten wünscht euch

Johann Vifian


UNMÖGLICH

Das ist nicht möglich! Das gibt’s doch nicht!

Entweder denken und oder sagen wir das, wenn uns etwas berichtet wird, das uns als unwahrscheinlich, unbekannt, nicht vorstellbar erscheint. Wenn etwas behauptet wird, von dem wir überzeugt sind, dass es nicht stimmt. Nicht stimmen kann – Ausrufezeichen! Fertig, Punkt und Schluss.

Nicht stimmen kann - Fragezeichen?

Damit signalisieren wir die Bereitschaft über das Unmögliche nachzudenken, zumindest gedanklich uns darauf einzulassen ob das Unmögliche doch nicht möglich ist. OK, vorstellen, das ist das Eine, aber sehen will ich es trotzdem. Denn was ich sehe, kann nicht unmöglich sein. Oder spielt mir da jemand einen Streich, ist es nur eine optische Täuschung?

Mit dem Blick durch die Tauchermaske sieht man alles grösser und näher, das ist bekannt.

Aber ich sehe es zumindest. Es ist da.

Genau so ging es mir, als ich diese sattgrüne Wiese sah.

Eine Wiese unter Wasser, das ist doch nicht möglich. Das gibt’s doch nicht. Eben unmöglich. Aber ich sehe sie, und seit wann fliegen Fische über eine Wiese?

Also muss ich doch unter Wasser sein, oder wer wandert schon mit einer Tauchermaske auf dem Gesicht über eine Wiese?

Klar, der Taucher und das Unmögliche wird möglich.

Eine unmögliche Woche wünscht euch

Johann Vifian


IM AUGE BEHALTEN

Oh je, im Auge behalten steht für so vieles! Behalte die Kinder im Auge, so die besorgte, fürsorgliche Mutter zum Vater, wenn er mit den Kids ins Freibad geht.
Behalten sie den Terminkalender im Auge, so der gestresste Manager zu seiner für alles sorgende „Vorzimmerdame“.

Und so weiter und so fort, es könnten noch weitere solche im Auge behalten Beispiele aufgeführt werden.

Auch beim Tauchen ist das im Auge behalten angezeigt. Regelmässig einen Blickkontakt zum Tauchpartner, des Öfteren den Luftvorrat überwachen, eben im Auge behalten.

Auch unser Oktopus weiss, was im Auge behalten heisst. Er hat es ja auch leicht mit seinen aufgesetzten Augen. Auf einer Koralle sitzend, beobachtet, überwacht, beaufsichtigt, kontrolliert und/oder schaut er einfach nur zu, was da sich so um ihn herum abspielt. Könnte ja was Interessantes sein, oder gar was zum Fressen vorbeischwimmen.

Sollte es unserem Octopus jedoch zu bunt werden und sollte ihm einer zu nahe auf die Pelle rücken, dann hat er ein wirksames Mittel dagegen.

Er stösst aus seinem Sipho, so heisst das Organ, das auf dem Bild deutlich als Rohr, das seitlich aus seinem Körper kommt, erkennbar ist, eine dunkle, tintenartige Flüssigkeit aus. Daher auch die Bezeichnung Tintenfisch.

Eine im Auge behaltende Woche wünscht euch

Johann Vifian


KÜNSTLERGLÜCK

Künstlerpech, ja diese Wortkombination ist uns bekannt. Aber Künsterglück?

Künstlerpech wird darin definiert, wenn ausgedrückt werden soll, dass einem aus Zufall etwas nicht gelungen ist. Manchmal auch als kleines Missgeschick, über das man dann lachen kann. Also Zufall und über sich lachen können spielt da mit.
Wenn das beim Künstlerpech so definiert wird, warum auch nicht beim Künstlerglück? Ohne es eigentlich zu wollen, etwas zu Stande bringen, nur weil der Zufall mitgeholfen hat. Oder darüber zu lachen, wenn ein Bild als Kunstwerk teuer verkauft wird, obwohl es von einem Affen gemalt wurde.

Kennt ihr die Geschichte nicht, wo man einem Affen Farbbeutel gegeben hat, welcher er dann mit Lust auf eine Leinwand warf? Was daraus entstanden ist wurde als einzigartiges Gemälde angeboten und unter einem Pseudonym sau- (wohl besser) affenteuer verkauft.

Diese Story kam mir in den Sinn, als ich wieder einmal mit Blick durch die Tauchermaske das Kunstwerk sah, welches sich mir da bot: eine Ansammlung kleiner Kügelchen in verschiedenen Farbvariationen, aufgesetzt auf ein filigranes Geäst in dreidimensionalem Raum. Ein wenig Blau und Rostbraun dazugefügt und fertig ist des Künstlers Werk.

Zu haben in der Galerie zu Unterwasser für ein wenig Luft in der Flasche. Eben Künstlerglück.

Genau das wünsche ich euch diese Woche: KÜNSTLERGLÜCK.

Johann Vifian


Urlaubserinnerungen

Der Sommerurlaub ist vorbei. Man freut sich wieder zu Hause zu sein: nach langer Autofahrt im Stau oder nach der Flugreise und der Kolonne des Check In Schalters. Das Gepäck ist angekommen. Die schmutzige Ferienwäsche findet sich in der Waschmaschine wieder. Der Alltag hat uns wieder in seinen Fängen. Na ja darauf könnten wir zwar verzichten, doch irgendwie muss die Kohle ja für den nächsten Urlaub verdient werden.

Und was tut man in der Zwischenzeit? Richtig geraten!

Die Souvenirs vom Urlaub aufs Regal legen, so dass möglichst alle sehen, wo man war. Sie müssen regelmässig abgestaubt werden und sind ansonsten zu nichts zu gebrauchen. Da ist es mit den Fotos schon was anderes. Die werden entweder zum Schnellentwickler Service gebracht, denn man will ja zeigen wie toll der Strand war. Oder sie werden vom Fotochip auf die Festplatte gespeichert, sei es das vom IPhone oder sonst einem portablen Datenträger. Hauptsache man kann aller Welt zeigen, wo man war. Urlaubserinnerungen, so banal es klingt, so wertvoll sind sie.

So geht es auch mir als Taucher, der gerne seinem Blick durch die Tauchermaske fotografisch festhält. Egal in welcher Form und in welcher Art, Hauptsache der Urlaub bleibt in Erinnerung.

Eine Woche, reich an Urlaubserinnerungen wünscht euch

Johann Vifian


Erst Denken dann Handeln

Stimmt! Trifft zu! Richtig!

Das sagen wir alle zu dieser Aussage, die, wie könnte es anders sein, aus der Feder vom guten alten J. W. Goethe stammt.

Dabei stellt sich mir die Frage, warum tun wir dies nicht konsequent, warum lassen wir uns dazu hinreissen, erst zu handeln dann zu denken?

Das geht mir durch den Kopf, wenn ich das Auf und Ab der Finanzmärkte dieser Tage beobachte. Was sich da abspielte und abspielt hat nun wirklich nichts zu tun mit erst zu denken dann zu handeln. Da wird munter drauflos gezockt und spekuliert. Erst handeln und dann denken.

Die Begegnung mit einer Muräne, ein zu unrecht als ein gefährlicher Fisch eingestuftes Tier, ist da ein gutes Beispiel. Taucher, welche das nicht wissen, werden beim Anblick einer Muräne nervös, ihre Atemfrequenz beginnt sich zu erhöhen und kurz danach wird gehandelt ohne zu denken. Schnell weg hier, auftauchen, oft unter Missachtung elementarer Sicherheitsregeln. Falsch? Muss nicht sein. Erst denken dann handeln ist auch hier die Devise. Denn die Muräne ist ein Lebewesen, das für uns Taucher keine Gefahr darstellt, sondern sich, wie mit dem Bild bewiesen ist, sich sogar gerne fotografieren lässt.

Also, mein Tipp für diese Woche Erst Denken dann Handeln

Johann Vifian


Geschichte schreiben

Das tun wir jeden Tag! Bewusst und unbewusst.

Schriftsteller tun dies bewusst und mit Absicht.

Geschichte schreiben reduziert sich jedoch nicht nur darauf Worte auf Papier zu bringen, nein mit unserem Tun, mit unseren Handlungen schreiben wir tagtäglich an unserer eigenen Geschichte. Mal spannend und mit Action, mal emotional und mit Gefühl. Einfach so wie das Leben es mit sich bringt.

Und dann gibt es Momente in denen wir, für uns zuerst scheinbar unwichtig, jedoch wie sich später herausstellt, im wahrsten Sinne des Wortes Geschichte schreiben.

Wie zum Beispiel der Brite Dr. Timothy J. Bernes-Lee (geb. 8. Juni 1955 in London). Er ist der Erfinder der Programmiersprache HTML. Ihm haben wir es zu verdanken, dass vor 20 Jahren, genau am 6. August 1991, die erste Website aufs Netz gestellt wurde.

Ohne seine Programmiersprache könntet Ihr jetzt nicht mit mir zusammen den Blick durch die Tauchermaske auf unserer Website lesen.

Und was sehen wir in dieser Woche durch die Tauchermaske?

Die Akropolis.

Ein geschichtsträchtiger Ort der europäischen Kultur, in dem vor langer Zeit Denker und Philosophen gewirkt haben. Archimedes, Platon, Aristoteles. Auf den Theorien von Aristoteles beruht auch die Staatsform der Demokratie.

Wusstet ihr all dies nicht? Egal, Hauptsache wir schreiben an unserer Geschichte und lassen den Rest auf uns zukommen.

Eine Woche mit Geschichte schreiben wünscht euch

Johann Vifian


Ein Signal setzen

Genau das haben die Eidgenossen, lange ist es her, 1291, gemacht. Drei Eidgenossen, je aus Uri, Schwyz und Unterwalden haben auf einer, nur vom See her zugänglicher Wiese, dem Rütli, den Eid abgelegt sich gemeinsam gegen die Obrigkeit und die Gier der Landvögte zu widersetzen. Der Rest ist Geschichte, daraus hat sich die Eidgenossenschaft, sprich die Schweiz, entwickelt.

Ich denke kaum, dass damals die drei mutigen Eidgenossen erahnen konnten wie aktuell ihr Schwur, ihre Handlung ein Signal zu setzen bis heute geblieben ist.

Um es visuell zu verdeutlichen und zu verstärken wurden auf den Erhebungen der Landschaft grosse Leuchtfeuer entfacht um so für alle ein Signal zu setzen. Um auf einfache und wirksame Weise zu zeigen, dass sie zueinander stehen, dass sie bereit sind für ihre Freiheit zu kämpfen.

Dieser Brauch hat sich bis heute fortgesetzt. Immer am 1. August, der Sage nach dem Tag des Schwures, werden in der Schweiz aller Ortens abends Feuer entfacht. Feuer, welche in der einbrechenden Nacht ein klares Signal setzen.

Genauso wie unser Maskenfalterfisch, der mit seinem leuchtenden, auffälligen Gelb ein Signal setzt, der seinen Feinden in den Weiten des Meeres klar mitteilt: "Hier bin ich und fürchte mich nicht.". Seinen Freunden zu zeigen, mutig ein Signal zu setzen, lohnt sich.

Für diese Woche wünsche ich euch den Mut zu haben, ein Signal setzen.

Johann Vifian


Golfplatz

Tummelplatz der High Society. Treffpunkt der CEO’s, welche dort ihre Deals abschliessen. Wir alle kennen die Klischees.

Dafür werden mit viel Geld und Aufwand Golfplätze gebaut. Diese müssen natürlich mit Rasen bestückt und grün sein. Auch mitten in der Wüste, wo Rasen eigentlich nichts verloren hat, werden die Dinger in die Landschaft gestellt.

Beim Golfen geht es darum einen kleinen Ball mit 42 Millimetern Durchmesser und 40 Gramm Gewicht in ein Loch von zehn Zentimetern mit möglichst wenigen Schlägen zu platzieren, respektive in der Sprache der Golfer: einzulochen.

Damit das Ganze etwas Pfeffer und Salz bekommt, wurde das Handicap eingeführt. Damit kann ein blutiger Anfänger auch gegen einen Profi spielen und dabei gewinnen.

Als Anfänger beginnt man mit -54 Punkten um dann Stunde um Stunde auf dem Golfplatz sein Handicap zu reduzieren.

Genug der gedanklichen Ausführungen übers Golfen, als Taucher hat man es da einfacher.

Weit gefehlt! Was sehe ich da durch meine Tauchermaske?
Einen dreidimensionalen Golfplatz. Eine kugelförmige Knopf-Sternkoralle mit Löchern wie auf jedem Golfplatz. Quasi die Krönung aller Golfplatzbauer und die ultimative Herausforderung für jeden Golfer hier den Ball einzulochen. Zuviel Phantasie?

Mitnichten, man muss nur die Augen offen halten und so findet jeder für sein Hobby seinen Platz.

Eine Woche in der jeder seinen Golfplatz, sorry Platz für sein Hobby findet, wünscht euch

Johann Vifian


In Ruhe und Gelassenheit

Ist leichter gesagt als getan. Kann zutreffen, muss aber nicht . Jeder hat es in der Hand zu entscheiden, ob er in Ruhe und Gelassenheit auf äussere Einflüsse oder ob er mit Hektik und Nervosität auf etwas Unerwartetes, meist Störendes, reagiert.

Obwohl wir aus Erfahrung wissen, dass ersteres, nämlich mit Ruhe und Gelassenheit zu agieren besser ist als zweiteres, nämlich nervös und mit Hektik zu reagieren, lassen wir uns dazu verleiten nervig, aufgeregt und gereizt rumzutoben.

Muss nicht sein. Was kann da wohl Abhilfe schaffen?

Genauso wie im Leben über Wasser, ist es auch beim Aufenthalt unter Wasser tausendmal besser, in Ruhe und Gelassenheit an eine Sache ranzugehen.

Dabei hilft sicher, dass der Faktor Lärm praktisch wegfällt und die Wirkung des Wassers uns trägt und uns viel Gewicht, auch wenn nur scheinbar, abnimmt. Archimedes lässt grüssen.

Wenn uns dann noch eine riesengrosse grüne Meeresschildkröte vormacht, was es heisst Ruhe und Gelassenheit zu bewahren, indem sie sich auch beim Fressen nicht von einem tauchenden Fotografen aus der Ruhe bringen lässt, ja dann können wir nur davon lernen.

Oder wer von uns hat es gerne, wenn er beim Vier-Gänge-Menü ungefragt fotografiert wird?

Keep cool und nimm es in Ruhe und Gelassenheit, genau so eine Woche wünscht euch

Johann Vifian


Wirrwarr

„Hesch äs Gnusch im Fadechörbi“ so sprechen Frau und Herr Schweizer in „schwyzerdütsch“ - das meint in der deutschen Sprache Schweizerdeutsch - wenn sie liebevoll zu ihrer Grussmutter sagen „Du hast ein Wirrwarr in deinem Nähkorb“.

Oder kennt ihr den Nähkorb der Grossmutter etwa nicht? Wenn, dann habe ich mit dieser Symbolik Pech gehabt.
Was hilft da wohl am besten?

Klar ein Bild, aber was für eines? Nochmals logo: natürlich eines von Unterwasser.

Hat der jetzt völlig den Durchblick durch die Tauchermaske verloren?

Was für ein Durcheinander, welche Verworrenheit, was für ein Mischmasch, welches Gewirre, was für eine Unordnung wird da nun veranstaltet?

All diese soeben aufgeführten Substantive stehen für Wirrwarr. Sprachchaos pur. Be the way auch Chaos steht für Wirrwarr.

All diese Gedanken verirren sich auf dem Weg vom Auge in meine Gehirnwindungen, wenn ich mir das Bild der Fächerkoralle so anschaue.

Wo beginnt da etwas, wo hört es auf? Welche Logik, welches Muster hat sich Mutter Natur dabei gedacht?

Muss überhaupt alles eine Logik haben, nach einem uns bekannten Muster verfahren? Das zu beurteilen überlasse ich euch?

Ich für mich erfreue mich ganz einfach am Wirrwarr der Fächerkoralle.

Eine Woche mit viel Wirrwarr, den das kann so schön sein, wünscht euch

Johann Vifian


Mittendrin

Ja wo denn bitteschön?

Mittendrin im Leben, Mittendrin in einer Theateraufführung, Mittendrin im Studium. Die Aufzählung könnte endlos weitergeführt werden.

Mittendrin bedeutet auch dazwischen sein. Zwischen etwas sein, ein Zustand, den wir nicht so gerne haben. Zum Beispiel zwischen zwei Fronten geraten. Wählen zu müssen, für welche Seite man sich entscheidet. Wohin bewege ich mich? Nach rechts oder links? Politisch oder geografisch betrachtet?
Was soll’s wenden wir uns einfachern Dingen zu:
Ihr ahnt es: Los geht’s, ab ins Wasser zum Tauchen.
Und was erwartet mich da?

Ein Canyon, einer Schlucht gleichend, mit imposant wirkenden Korallenfelswänden die beidseitig senkrecht in die Höhe gehen. Mittendrin zwei Taucher. Schon ein etwas beengendes, ungewohntes Gefühl, in rund 30 Metern unter der Wasseroberfläche.

Wie komme ich da wohl raus?

Jeder Canyon, jede Schlucht, hat einen Ein- und Ausgang.

Klar, somit immer nur längst der Wand entlang und dann komme ich da schon raus. Stimmt, das muss aber nicht unbedingt der beste Weg sein.
Als Taucher bleibt mir der Weg nach oben frei, vielmehr ich muss nach oben kommen. Was lerne ich daraus? Also wenn schon mittendrin, wenn schon zwischen zwei Fronten geraten, dann nimm ganz einfach den Weg nach oben.
Mittendrin im Leben, den Weg nach oben nehmend, so eine Woche wünscht euch

Johann Vifian


Glück gehabt!

Es könnte auch heissen, Schwein gehabt, Dusel gehabt oder philosophischer ausgedrückt: vom Schicksal begünstigt gewesen.

Die Bedeutung bleibt dieselbe. In jedem Fall freuen wir uns alle, freut sich jeder darüber, wenn wir ausrufen können „Schwein gehabt“, um es mal volkstümlich zu sagen.

Der Ausdruck steht nicht für etwas, was wir längerfristig planen und erfolgreich zum Abschluss bringen.

Er steht für etwas, das uns überraschend, ungewollt, ungeplant in die Hände fällt. Etwas, das unserem Tun, völlig unerwartet, eine positive Wendung gibt. Etwas, mit dem wir nicht gerechnet haben.

Genau so ging es mir, als ich unter Wasser unterwegs war um Aufnahmen von einem Wrack zu machen. Mein Blick durch die Tauchermaske war eingestellt auf etwas Grosses, Imposantes, das vor mir lag. Überlegend, wie es mir wohl gelingen möge die Dimension und Wirkung eines versunkenen Schiffes zu fotografieren, sehe ich plötzlich auf der Reling eine Nacktkiemenschnecke. Ich konnte mein fotografisches Glück kaum fassen. Ein so farbenprächtiges Sujet so vor der Linse präsentiert zu bekommen: einfach Glück gehabt. Zugegeben, etwas fotografisches Wissen hat es dann schon gebraucht, um die Schnecke so auf dem Fotochip zu verewigen.

Also dann, wenn Euch das Glück hold ist, dann macht was daraus!

Glück gehabt! Genau so eine Woche wünscht euch
Johann Vifian

ROT

Ist ja nur eine Bezeichnung einer Farbe.

Stimmt! Trotzdem löst Rot - sei es als Farbe wahrgenommen und oder als Wort gehört - bei jedem von uns Gefühle, Reaktionen, Assoziationen aus. Mal in positiver Art, mal negativ konditioniert.

Wir stehen mitten im Stadtverkehr und sind eh schon spät dran. Genau dann springt die Ampel auf Rot und fertig lustig. Im wahrsten Sinne des Wortes: Wir sehen rot.

Im Tierreich wird Rot zur Arterkennung und bei der Balz als Warnfarbe eingesetzt.

Balz, das hat doch was mit Sexualität zu tun? Klar, denn die Farbe Rot steht auch für Erotik, Verführung, Wärme, Begierde, Leidenschaft.

Wir Taucher wissen, dass diese Farbe vom Wasser als erstes absorbiert wird und wir daher schon ab 5 Metern nicht mehr Rot sehen. Ausgenommen wir haben einen Blitz dabei, wie der durch die Tauchermaske blickende Fotograf. Dann zeigt sich die Farbe Rot in all ihrer Pracht und ihren Nuancen. Ja dann überfällt mich das positive Gefühl der Farbe Rot. Die Erregung, ob das Bild wohl gut aufgenommen worden? Es weckt in mir die Leidenschaft zum Tauchen. Der Wirkung der Farbe Rot kann sich niemand entziehen.

Eine Woche mit viel Rot wünscht euch

Johann Vifian


Spielerei

Krokofantenfisch!

Was soll und ist das denn nun? Ganz einfach eine Spielerei mit Worten, Geschichten und Bildern, made by Tauchermaske.

Gemeinsam etwas erleben, mit einer tollen Truppe etwas unternommen und geschafft haben. Nach vollbrachter Tat miteinander darüber reden, sich austauschen, Geschichten erzählen, Lagerfeuerstimmung erleben.

Jeder weiss was und trägt seinen Teil dazu bei. Über tiefsinniges Berichten, Philosophieren, Sprüche klopfen, Witze erzählen, eben Spielereien mit Worten, Geschichten und Bildern.

Wer weiss, warum man spätnachmittags so gegen fünf Uhr nicht in den Urwald gehen soll? Ihr habt keine Ahnung?! Also, spätnachmittags, so gegen fünf Uhr, suchen die Elefanten die Wasserstelle auf um zu trinken und sich zu waschen. Dabei treten sie alles flach was sich um die Wasserstelle herum befindet.

Wisst ihr denn warum die Krokodile so flach sind? Nein, auch nicht?! Ganz einfach: Sie sind um fünf Uhr in den Urwald gegangen!

Genau diese Lagerfeuer Unterhaltung kommt mir immer in den Sinn, wenn ich beim Tauchen den Krokodilsfisch sehe. Flach und am Boden liegend, mit einer grossen, langen, platten Schnauze, eben wie ein Krokodil, nur nicht grün, sondern gräulich wie die Elefanten.

Und schon ist der Krokofantenfisch geboren!

Eine mit Spielerei angereicherte Woche wünscht euch

Johann Vifian


Salat

Jetzt haben wir den Salat!

Pflanzenblätter, meistens grüne, dazu die Sauce, klassisch mit viel Öl, wenig Essig, etwas Salz und Pfeffer, alles durcheinander rühren und fertig ist der Salat.
Salat wird also durcheinander gerührt und ist somit ein ungeordnetes Gemisch.
Und genau daher kommt die Aussage: Jetzt haben wir den Salat.

Die Aussage steht für ein ungeordnetes, oft unübersichtliches Durcheinander. Wenn sich Radiowellen überlagern und somit den Empfang beeinträchtigen, dann wird das Wellensalat genannt. Zu viele Autos auf zu wenigen Strassen und fertig ist der Blechsalat.
Da ist mir ein reichlich angerichtetes Salatbuffet doch lieber. Oder noch besser ein klassischer „Insalata verde“, wenn möglich mit Cipolla. Grüner Salat mit Zwiebeln.
Und genau so einen entdeckte ich, als ich kürzlich wieder mal abtauchte. Das wie ein Salat angerichtete Grünzeug ist eine Ansammlung von Salatkorallen. Ja, das gibt es auch Unterwasser: eine Salatkoralle. Beim Anblick diesem von der Natur geschaffenen Salatbuffet, angereichert mit dem Orangerot der kleinen Fahnenbarsche, garniert mit der weissen Kalkalge wie die Zwiebeln, umgeben von tiefblauem Wasser, hat für mich die Aussage „Jetzt haben wir den Salat“ nur eine positive, erfreuliche und schmackhafte Wirkung.
In dem Sinne wünscht euch eine an Salat reiche Woche
Johann Vifian 
 

Arabische-Phantasie

Wer kennt sie nicht, die Geschichten aus tausend und einer Nacht? Ali Baba und die vierzig Räuber, Sesam öffne dich, Geschichten mit Helden, dem Traum von Reichtum, Freiheit, Unabhängigkeit.

Sie sind tausend Jahre alt, werden überliefert von Mund zu Mund, sind ganz nach dem Gusto des Erzählers ausgeschmückt, verändern sich mit diesem und bleiben letztendlich trotzdem gleich.

Zu den Arabischen Phantasien gehört auch die Eigenart Verschwörungstheorien zu kreieren.

Egal welches Ereignis die Menschen beschäftigt, sehr schnell kommt die Phantasie zum Tragen und es werden die unglaublichsten Verstrickungen und Machenschaften erdacht, vermutet und weitererzählt. Zugegeben, es ist ja auch spannend Vermutungen zu äussern, darüber zu debattieren, wer nun Verursacher sein könnte, das es so gekommen ist, wie es geschehen ist.

So habe ich auch meine arabischen Phantasien, wenn ich durch die Tauchermaske Fische sehe. Da haben wir z. B. den arabischen Kaiserfisch. Der heisst wirklich so, kann in jedem schlauen Fischbestimmungsbuch nachgelesen werden. Auf lateinisch Pomecanthus maculosus.

Der gelbe Fleck kommt den Umriss des afrikanischen Kontinentes sehr nahe. Auch das gelb erinnert an die Farbe der Sandmeere von Afrika. Ebenso ist Afrika umgeben vom Blau der Meere drum herum, genau so wie bei unserem arabischen Kaiserfisch.

Eine arabische phantasievolle Woche wünscht euch
Johann Vifian

VIAGRA-MARE

Die Sensation! Das Potenzmittel für Fische und vielleicht auch Taucher/innen. Biologen, Chemiker und sonstige Wissenschaftler erforschen ja die Geheimnisse der Meere.

Was jeder halbwegs ausgebildete Taucher weiss, in den Algen und Schwämmen hat es Wirkstoffe, welche die Pharmaindustrie veredelt und als Medikament auf den Markt bringt. Und genau dabei haben sie das blaue Ding entdeckt, die Tablette für Fische die nicht mehr können. Bekannterweise vermehren sich die Fische ja auch. Und dazu braucht es auch, wiederum bekannter Weise, Weiblein und Männlein. Nun ist es im Reichtum der Fische so, dass einige davon eine Geschlechtsumwandlung vornehmen, wenn es darum geht die Nachkommenschaft zu sichern. Das hat den Vorteil, dass das blaue Ding, das Viagra Mare, gleichermassen bei Männlein und Weiblein ihre Wirkung erzielt. Entdeckt wurde der Wirkstoff in der blauen Seescheide. Ihr glaubt mir das nicht? Bitteschön, der fotografische Beweis liegt vor. Nicht nur eine, sondern eine ganze Ansammlung davon habe ich gefunden.

Und wie bei jedem Aphrodisiakum, sprich ein Mittel zur Belebung der Libido, oder etwas direkter in der Sprache der Taucher ausgedrückt, Steigerung der sexuellen Potenz, ist das wichtigste dabei: Hauptsache man glaubt daran.

In dem Sinne wünscht euch eine an Aphrodisiakum reiche Woche

Johann Vifian


Mit Leben füllen

Ein Glas mit Wasser füllen, ein Eimer mit Sand füllen, kein Problem!
Aber mit Leben füllen?

Zum Füllen braucht es einerseits ein Etwas, das etwas aufnehmen kann, und andererseits etwas, das in das Etwas gefüllt werden kann.
Nun ist das Etwas das Leben. Wie kann nun mehr etwas mit Leben gefüllt werden?
Ein altes, seit Jahren leer stehendes Haus, wird wieder bewohnt. Leben zieht ein. Eine lange Jahre brach liegende Beziehung wird aktiviert. Also mit Leben füllen kann heissen: auf organischer, physischer Basis und oder auf der geistigen, psychologischen Ebene.

Warum so kompliziert? Der Blick durch die Tauchermaske macht es viel einfacher. Ein Schiff geht unter und wird zum Wrack. Kein Leben mehr. Aus. Fertig. Schluss.

Mitnichten! Kaum ist es auf dem Meeresgrund angekommen beginnt Mutter Natur das Wrack mit Leben zu füllen. Jede Fläche, jeder Raum, alles wird in Beschlag genommen und erobert. Pflanzen und Tiere, gleichermassen, einzeln und gemeinsam tragen ihren Teil dazu bei. Und dies in einer, der Natur eigenen einzigartigen Art. Von einer Artenvielfalt, einer Farbenpracht, da können wir Menschen nur so ehrfurchtsvoll staunen.

Eine Woche reichlich mit Leben füllen wünscht euch

Johann Vifian


Beobachten

Das tun wir doch alle irgendwie gerne. Denn wir bekommen es ja quasi in die Wiege gelegt.

Zwar noch unbeholfen und völlig auf die Hilfe unserer Eltern angewiesen, beobachten wir was mit uns geschieht. Wir verstehen zwar noch nicht alles, was wir sehen und trotzdem prägt uns das was wir sehen, ein Leben lang. Grösser und etwas älter geworden, werden wir neugierig. Wir werden gierig nach Wissen. Dabei entdecken wir, dass Beobachten was ganz Tolles sein kann. Entweder tun wir es offensichtlich und alle merken es, dass wir beobachten. Oder wir tun es im geheimen, wir beobachten und wollen dabei nicht, dass wir als Beobachter wahrgenommen werden.

Das heisst beobachten hat immer zwei Seiten. Der Beobachter und der Beobachtete.

Hand aufs Herz wie füllen wir uns, wenn wir realisieren dass wir beobachtet werden.

Entweder fühlen wir uns unbehaglich, werden unsicher, warum werde ich beobachtet?

Oder wir setzen uns in Szene und zeigen was wir so alles drauf haben.

Dabei stellt sich mir die Frage wie mag sich wohl der Drachenkopf gefühlt haben, als er beobachtet wurde und das gleich zweimal. Einmal durch die Taucherin und einmal von mir mit Blick durch die Tauchermaske. In Jedem Fall hat sich der Drachenkopf in seiner vollen Schönheit ablichten lassen.

Eine Woche in der ihr den Reiz des Beobachtens voll auskostet wünscht ihnen

Johann Vifian


Der Tag der…

Der Tag…… für was weiss ich auch immer, wird wieder zelebriert. Es gibt den Tag des Waldes, der Ozeane, der Frau, ja und dann ist zum kommenden Sonntag wieder Muttertag. Die Blumengeschäfte freut es.

Die bekommen nämlich mehr Arbeit. Und schon sind wir beim Tag der Arbeit, der diesen Sonntag war. Und mit dem ist dieses Jahr ein zusätzlicher Konflikt programmiert. Nein, ich meine nicht die Randale, welche am Tag der Arbeit zur Unsitte wurden. Ganz nach dem Motto wenn der Tag der Arbeit schon kein Arbeitstag ist, sondern ein freier Tag, ja dann kann man schon an Demos gehen.

Und wo ist denn da der angesprochene Konflikt? Der Sonntag ist ein Freitag, äh freier Tag. Und wenn man den sowieso schon frei hat, was nützt mir da der zusätzliche Freitag - der Tag der Arbeit. Der fällt dann buchstäblich ins Wasser. So geht es auch mir, ich lasse mich, wohlgemerkt gerne und freiwillig, ins Wasser fallen. Und was fällt mir so beim Rumtauchen auf? Ein Fisch, der arbeitet. Denn wer genau hinschaut findet eine Menge Sandkörner um den Mund des kleinen Kugelfisches. Woher das wohl kommt? Klar doch, der kleine Kerl gräbt im Sand herum, genau so, wie es Bauarbeiter tagtäglich tun. Ausgenommen am Tag der…..

Eine Woche mit einem speziell für sie geschaffenen Tag der….., den sie selber bestimmen sollen, wünscht ihnen

Johann Vifian


Eierstrauss

Was für ein Eierkopf hat sich denn so etwas ausgedacht? Blumenstrauss ja. Aber Eierstrauss? Wollen die mich vereiern? By the way vereiern ist lediglich eine nette Umschreibung von verar…….n. Lassen wir das, damit es jungendfrei bleibt.

Wenden wir uns dem Alltag zu. Z. Bsp. ein herzhaftes Frühstück mit einem Spiegelei, oder ein Rührei. Darf es auch ein Eieromelett sein? Egal, was soll’s? Hauptsache, es schmeckt.

So beim Betrachten des Frühstückseis, lässt es mir doch keine Ruhe, was das soll mit dem Eierstrauss. Ist es möglich die Dinger zu einem Strauss zusammenzukriegen, eben wie ein Blumenstrauss?

Ja es ist! Man macht oben und unten ein Loch ins Ei, bläst das Ei aus, färbt es mit bunten Farben, zieht einen Faden durch und bindet das Ganze zusammen und fertig ist der Eierstrauss. Wem das zuviel herumeiern ist, ebenfalls by the way, eine nette Umschreibung für Politiker, die sich nicht entscheiden können, der geht so wie ich am besten tauchen. Nein, es darf nicht wahr sein! Was bietet sich mir da an? Ein Strauss voller grüner Eier.

So zumindest erscheint mir die Blasenkoralle, deren Tentakel wie zu einem Eierstrauss zusammengebunden sich im Korallenriff deutlich hervorhebt.

Mein Tipp für diese Woche, vergesst die Eier und erfreut euch an einem bunten Frühlingsblumenstrauss.

Johann Vifian


Wer sucht, der findet!

Der Grund dieser Aussage ist vielfältiger Art. Zum einen ist es die Ursache, warum man sucht. Wir haben etwas verloren oder verlegt, dass wir unbedingt wieder haben wollen. Also die Suche kann beginnen. Ja, die bekannte Suche nach der Nadel im Heuhaufen kann beginnen.

Wenn das Motiv unserer Suche darin liegt, dass wir unbedingt etwas finden wollen, ja dann finden wir auch das berühmte Haar in der Suppe.

Und dann gibt es noch den Anlass etwas selber zu verstecken, damit es andere suchen dürfen und Spass beim Finden haben. So zum Ende dieser Woche auch der Osterhase. Er schaut wieder mal vorbei und lässt uns die Ostereier suchen.

Hat er mir Unterwasser auch ein Osterei gelegt? Mal schauen. Also tauche ich ab um es zu suchen. Und was finde ich? Nein kein Osterei sondern ein Fisch der es drauf angelegt hat sich so gut zu tarnen und zu verstecken, dass er möglichst unscheinbar und unbemerkt auf seine Beute warten kann. Clever, dieser Kerl, einfach nur dazuliegen und zu warten bis einem die Ostereier, äh dass Futter, vor die Schnauze schwimmt. Ihr seht auf dem Bild keinen Fisch? Dann sucht mal schön den Steinfisch, denn so nennt er sich.

Viel Erfolg beim suchen und finden, warum und weshalb und oder was es auch immer sein mag, wünscht euch für diese Woche

Johann Vifian


Ein Stern der…

…Deinen Namen trägt. Man mag Fan oder Feind des Schlagers sein, wer kennt ihn nicht, den Hit von DJ Ötzi. Die Idee seiner Liebsten einen Stern mit ihrem Namen zu schenken, eine gute Idee. Oder finden Sie nicht?

Umso mehr, wenn Frühlingszeit ist. Die Zeit des Erwachens aus dem Winterschlaf, die Zeit des Beobachtens wie die Pflanzen spriessen, die Blumen ihren Duft verbreiten, man wieder draussen sitzt. Ja und was hat das mit dem Stern verschenken zu tun?

Klar doch! Der Frühling ist auch die Zeit der Verliebten, die Zeit sich zu verlieben, die Zeit die eingeschlafene Liebe zu aktivieren. Warum dann nicht einen Stern verschenken und ihm einen Namen geben?

Wie tue ich dies als Taucher? Unterwasser sehe ich ja den Sternenhimmel nicht, weder am Tag noch in der Nacht. Was ich aber sehe ist eine Vielfalt von Sternen. Seesterne, Schlangensterne, Federsterne, Haarsterne usw. Einer hat es mir besonders angetan. Welchem Stern gelingt es schon, sich so zu präsentieren. Diskret und auffällig zugleich. Genau richtig um ihn zu verschenken. Auch wenn es nur symbolisch ist. Halten Sie die Augen offen, dann finden Sie sicher einen „Stern der Deinen Namen trägt.“

Einen Woche, in der sie Sterne erhalten und verschenken wünscht ihnen

Johann Vifian


Auf den Leim gegangen

Mal ehrlich, wer hat sich nicht schon mal täuschen lassen, wer hat sich nicht darüber geärgert, dass er einem anderen „Auf den Leim gegangen“ ist. Oder gehören sie zu denen, die sich daran freuen, dass es ihnen gelungen ist andere „reinzulegen“. Sei’s drum.

Wissen wir überhaupt woher der Ausdruck „Auf den Leim gegangen“ kommt?

Früher haben die Vogelfänger, also Leute, die versucht haben frei lebende Vögel zu fangen, es so angestellt, dass sie einen langen Holzstab mit Leim bestrichen haben. Wenn sich dann der Vogel auf den Stab setzte, so blieb er kleben und war für den Vogelfänger eine leichte Beute. Der Vogel ist ihnen also „Auf den Leim gegangen“. Er hat sich täuschen lassen.

Da ich mit meiner Tauchermaske nicht Jagd auf Vögel mache, sondern damit Tauchen gehe, frage ich mich manchmal, ob ich bei all dem, was ich da unten neu entdecke, mich nicht täuschen lasse und jemanden „Auf den Leim gehe.“

So kam es mir vor, als ich die Nacktkiemenschnecke sah, die da langsam gekrochen kam und eine Spur eines leicht klebrigen Sekretes hinterliess. Tut sie das mit der Absicht eine andere Schnecke anzulocken um in Zweisamkeit das Schneckenleben zu geniessen?

Könnte ja sein? Oder will ich mit diesen Gedanken, dass ihr mir „Auf dem Leim geht“?

So oder so wünsche ich euch eine Woche, in der ihr niemanden „Auf den Leim geht“

Johann Vifian


Fledermaus

Ein nachtaktives Lebewesen das vielen von uns unheimlich und grauselig vorkommt. Eine Maus mit Flügeln und scharfen Eckzähnen mit denen sie ihre Beute beisst. Genau so wie das Fabelwesen, der Vampir. Auch dieser ist nur nachts unterwegs, sucht sich seine Opfer aus und saugt ihnen mit dem berühmten Biss in die Halsschlagader das Blut aus. Mit dem Biss werden sie dann auch zum Vampir und sind dazu verdammt nachts nach neuen Opfern zu suchen.

Unheimlich! Nicht! Kommt noch dazu, dass die Woche 13 beginnt. Auch zur Zahl 13 haben viele ein ambivalentes Verhältnis. Bringt sie Glück oder Unglück?

Bei soviel möglichem Ungemach ziehe ich es vor, wie könnte es anders sein, ihr ahnt es schon, einfach mal wieder abzutauchen. Diesmal morgens früh kurz nach Sonnenaufgang und sogar an einem Wrack.

Und was schwimmt mir da vor die Linse?

Ein Fledermausfisch! War er wohl auch nachts auf der Pirsch, hat nach Beute gesucht und sich in den Hals hübscher Mädchen verbissen? Kehrt er satt und zufrieden vom Ausgang zurück und sucht sich einen Platz im Wrack? Genau so wie der Vampir dies im Sarg in seiner Gruft tut?

Alles ein 1. April Scherz? Denn auch den haben wir zum Ende dieser Woche.

So oder so wünsche ich euch eine unheimliche und 1. April scherzhafte Woche
Johann Vifian

LEIDENSCHAFT

Besteht aus den zwei Worten: LEIDEN und SCHAFFEN.
Demzufolge bedeutet Schaffen auch Leiden.

Na ja, schaffen müssen wir alle irgendwie und irgendwas. Aber leiden?
Das ist, wenn überhaupt, etwas für Masochisten. Oder nicht?
Ich denke nicht!

Denn nachhaltig schaffen können nur diejenigen Menschen, die Leidenschaft besitzen. Menschen, die nicht aufgeben und immer nach neuen Wegen suchen um ihr Ziel zu erreichen. Sie verzichten auf Dinge, die der Normalbürger nie auf sich nehmen würde.

Der Lohn für ihr Leiden und Schaffen ist ihr erfülltes Leben. Wenn dann ihr Lebenswerk mit ihrem Namen gleichgesetzt und verewigt ist, dann erinnern wir uns daran, was diese Menschen geleistet haben.

So am Beispiel der Koralle die denn Namen des Natur-Forschers Carl Benjamin. Klunzinger trägt. Er hat im 18. Jahrhundert in El Quseir am Roten Meer die Meeresökologie begründet.

Eine Woche mit viel Leidenschaft wünscht

Johann Vifian


WIMPEL

Was ist ein Wimpel?
Richtig! Eine kleine Fahne, meistens mit drei Ecken, also ein Dreieck mit zwei gleich langen und einer kurzen Seite.

Für was wird dann der Wimpel verwendet?
Zur Identifikation und zur Erkennung.

Vor jedem Fussballspiel, tauschen die Kapitäne, Spielführer, die Wimpel ihres Vereins aus. Dies als Zeichen der Freundschaft und Verbundenheit.
Bei den Pfadfindern signalisiert der Wimpel, zu welcher Gruppe man gehört.
In der Schifffahrt wird der Wimpel als Zeichen eingesetzt. Je nachdem, welcher Wimpel zusätzlich am Fahnenmast aufgezogen ist, wird damit auf etwas Spezielles aufmerksam gemacht. Z. B. darauf, dass das Schiff sich unter Quarantäne befindet.

Wenn wir schon auf dem Schiff sind: Was liegt näher? - Wir tauchen ab.
Den Wimpel vergessen, lassen wir uns langsam in die Tiefe fallen. Befreit von Gedanken, lassen wir die Unterwasserwelt auf uns einwirken. Und was schwimmt da an der Taucherberille vorbei?

Ein Fisch, so um die 30 cm lang, mit dunklen Streifen auf hellem Grund, signalgelben Flossen und mit einer dem Wimpel ähnlichen, markant wirkenden, schlanken und verlängerten Rückenflosse. Genau dieses Markante gibt dem Fisch seinen Namen. Nämlich Wimpelfisch.

Mit seinem Wimpel zeigt er Flagge und er weiss genau, dass er damit etwas Besonderes ist.

Eine Woche mit Wimpel und Flagge, also eine Besondere wünscht Euch

Johann Vifian


Den Überblick behalten!

Mach mir noch das, erledige noch das andere! Vergiss deinen Termin beim Optiker nicht. Denk daran die Kinder von der Schule abzuholen und hilf ihnen beim Packen der Sporttasche für den Schwimmunterricht und und und…….Was den noch alles!

Und so geht es weiter auf dem Arbeitsplatz: Kaum mit der Arbeit begonnen, klingelt schon das Telefon und eine SMS kommt rein. Alle wollen was von mir. Und das nicht in einer Woche, auch nicht in ein paar Tagen, nein, am liebsten schon gestern. Ganz nach dem Motto: Das Unmögliche versuchen wir, Wunder dauern etwas länger.

Alles Paletti? Mit Nichten, denn vor lauter Bäumen sehe ich den Wald nicht mehr.

Also, schleunigst abtauchen. Unter mir ein Korallenriff, das ich von weitem sehe und dem Himmel sei Dank, wohl besser Neptun sei Dank: Ich geniesse es den Überblick über das Ganze zu haben. Es ist schon toll so über der Sache zu stehen, nein, als Taucher schwebt man über der Sache, sprich in diesem Fall den Korallen. Langsam lasse ich mich näher gleiten und schaue mir so einen Korallestock von nahe an. Ich denke wie es wohl wäre, quasi als Mini Ausgabe eines Tauchers im Gewirr des Korallenstockes rumzutauchen. Wie wär’s dann wohl mit dem Überblick behalten? Würde ich vor lauter Korallen die Koralle nicht mehr sehen, oder eben vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr?

So oder so, eine den Überblick behaltende Woche wünscht euch

Johann Vifian


The show must go on!

Diese Maxime gilt und kommt dann zur Anwendung wenn die Zirkusvorstellung, das Varieteprogramm, die Revue oder was auch immer, trotz unbequemen, unerfreulichen, traurigen Ereignissen fortgeführt werden muss, weil der Zirkusdirektor es seinen Besuchern schuldig ist. Auch wenn er im Herzen traurig ist, ist es die Aufgabe des Clowns seine Zuschauer zu unterhalten und zum Lachen zu bringen. Diese Gedanken gehen mir durch den Kopf, wenn ich daran denke, was ich Euch gestern, Samstagabend, Trauriges mitzuteilen hatte – Einstellen des Tauchbetriebes in der El Quadim Bay in El Quseir - und wenn ich heute die mir selbst auferlegte Rubrik Blick durch die Tauchermaske schreibe.

Diese Woche beginnt die Fastnacht und somit die Narrenzeit. Ja genau darüber wollte ich schreiben. Über die Tage des fröhlichen Zusammenseins in der fünften Jahreszeit, die Geselligkeit und die unbeschwerten, ausgelassen Fasnachtsveranstaltungen. Und somit auch über die Maskenbälle, das sich verkleiden, extrem schminken oder sich einfach eine rote Pappnase aufsetzen. Dies alles mit der Absicht, mal anders zu sein und aufzufallen, sich aus der Masse hervorheben.

Genau so wie dies die Nacktkiemenschnecke mit dem schönen Namen Chromodoris Geminus tat, als ich sie in rund 30 Metern Tauchtiefe auf einem Korallenast räkelnd fotografieren konnte.

Kann man schöner auffallen?

Eine narrenreiche Fasnachtswoche wünscht euch wie immer, denn – The show must go on-

Johann Vifian

 


 

Frisch ab Presse

Das A und O der News Medien, schnell und aktuell, druckfrisch, eben frisch ab der Druckerpresse als Zeitung auf dem Frühstückstisch.

Für Manager und Politiker auf dem Schreibpult, denn ohne News frisch ab Presse kann kein Politiker und Manager erfolgreich sein. Zumindest glauben das die Politiker und Manager.

Weil es schnell und aktuell gehen muss, am besten schon gedruckt sein soll bevor das Ereignis eingetroffen ist, leiden oft die seriösen Recherchearbeiten der News-Schreiberlinge, was sich dann auf den Inhalt auswirkt. Wenn das Ereignis wenig hergibt, wird es ausgepresst wie eine Zitrone.
Womit wir bei der Fruchtpresse angekommen sind. Die Früchte auszupressen macht Sinn, denn wer schon einen Fruchtsaft frisch ab Presse getrunken hat, weiss um dessen geschmacklichen, eben frisch-ab-Presse-Wert.

Und was hat das bitteschön mit dem Tauchen zu tun? Wie allgemein bekannt wirkt der Wasserdruck auf uns Taucher, sprich presst auf unseren Körper und manchmal auch aufs Gehirn. Zudem ist das Wasser frischer als die Luft und so kann ich getrost nach einem Tauchgang behaupten ich komme gerade frisch ab Presse.

Zugegeben: Das mag ein bisschen weit hergeholt sein. Was jedoch frisch ab Presse ist, ist das Foto, das ich beim Tauchgang, den ich gerade gemacht habe, geschossen habe.
Noch mit nassen Haaren, eben frisch ab Presse online in unsere Rubrik Blick durch die Tauchermaske aufgeschaltet!
Eine erfrischende Woche wünscht euch

Johann Vifian


Zum richtigen Zeitpunkt

Ja wann ist dann der richtige Zeitpunkt?
Der richtige Zeitpunkt für was?

Der Person, die man liebt, zu sagen ich liebe dich!
Den Eltern zu beichten, dass man eine schlechte Schulnote erhalten hat.
Dem Vorgesetzten mitzuteilen, dass man nicht seiner Ansicht ist.
Seine Erfindung dem Patentamt anzumelden.
An der Börse die guten Aktien kaufen und schlechten verkaufen.
Eine lang liegen gebliebene Aufgabe in Angriff zu nehmen.
Einem Staatspräsidenten zu sagen: Deine Zeit ist abgelaufen; Es ist Zeit zu gehen!

Die Antwort auf jeder dieser Fragen, wann der richtige Zeitpunkt ist, ist so individuell wie die Frage selber und hängt auch von der Persönlichkeit des Fragenden ab.

Eines weiss ich zumindest: Es ist für mich wieder mal Zeit zum abtauchen.
Und was sehe ich?

Einen Porzellankrebs (Neopetrolisthes maculatus) auf einer Anemone sitzend.
Und was tut dieser?

Richtig geraten! Er wartet den richtigen Zeitpunkt ab. Geduldig wartet er bis etwas Fressbares in die Nähe seiner zwei Scheren kommt um dann blitzschnell zuzupacken. Genau zum richtigen Zeitpunkt.

Eine Woche mit dem richtigen Zeitpunkt erwischen wünscht euch

Johann Vifian


Feuer

Am Lagerfeuer sitzend, in einer kalten Nacht, am Rücken friert es Dich, das Gesicht dem Feuer zugewandt, die wohlige Wärme des Feuers geniessend, gespannt das Spiel der Flammen beobachtend, das Knacken und Zischen des verbrennenden Holz hörend, der Rauch in der Nase, ja, da werden alle unsere sieben Sinne aktiviert.

Wir beginnen zu philosophieren und machen uns Gedanken zum Feuer.

Mit dem Feuer spielen - Oel ins Feuer giessen - wo Rauch ist, ist auch Feuer – ein gebranntes Kind scheut das Feuer – Feuer im Dach – ich mach Dir Feuer unter dem Arsch.

Revolution: Das Feuer, an dem die einen verbrennen und die anderen ihre Suppe kochen.

Und dann heisst es auch noch: Wie Feuer und Wasser.

Womit ich wieder mal abtauche und denke da unten gibt es kein Feuer.

Weit gefehlt. Es gibt sie die Feuerkoralle. Obwohl sie keine eigentliche Koralle ist, heisst sie so, denn wer mit ihr in Berührung kommt, dem verbrennt sie ganz schön die Haut.

Denn es sind genau die so unscheinbar erscheinenden Nesselzellen, die wie Härchen auf unserer Haut die Feuerkoralle umgeben, und bei Berührung ihr Gift freisetzen. Also Hände weg.

Nichts desto trotz oder gerade wegen dem, das Spiel mit dem Feuer fasziniert uns immer wieder.

Eine Feuer faszinierende Woche wünscht euch

Johann Vifian


Kapitel abgeschlossen

Wer kennt es nicht?

Wir beginnen ein Buch zu lesen und tun das, von vorne nach hinten, so wie es sich gehört. Also von Kapitel eins bis und mit zum letzten Kapitel. Vorausgesetzt der Inhalt des ersten Kapitel ist so spannend, lehrreich, oder was auch immer - Hauptsache es bewegt uns dazu weiter zu lesen. Kapitel eins abgeschlossen, Kapitel zwei wird in Angriff genommen.

Genau so ist es auch im Leben. Ein Kapitel, sprich Lebensabschnitt, Tätigkeit, Handlung etc. wird begonnen und abgeschlossen. Dann folgt das Nächste.

Der einzige Unterschied vom Buch zum wirklichen Leben besteht darin, dass wir ein Buch, das uns nicht fasziniert, das uns langweilig erscheint, wir auf die Seite legen können. Dabei gehen wir das Risiko ein, dass auch wenn Kapitel eins vom Buch uns nicht gefallen hat, Kapital zwei oder drei ja anders auf uns wirken kann.

Diese Wahlmöglichkeit haben wir wie gesagt im wirklichen Leben nicht. Und das ist gut so.

Denn genau so wie jeder Tauchgang mal zu Ende geht und ich auftauchen muss, dem Licht und der Sonne entgegen, genau das braucht es um einen neuen Tauchgang planen und auszuführen zu können. Und auch der wird es Wert sein, gemacht zu haben.

Der Wochenbeginn ist ein guter Anlass ein neues Kapitel in Angriff zu nehmen. Dabei wünsche ich euch viel Erfolg.

Johann Vifian


Klassentreffen

Hast Du die Einladung auch erhalten?
Welche meinst Du? Die für die BOOT?
Nein nicht die! Die fürs Klassentreffen!
Welches Klassentreffen? 

Sag mal wo lebst Du? Hinter dem Mond? Ach ja, Du bist ja Taucher und lebst ja mehr Unterwasser als Überwasser. Da kriegst Du halt nicht alles mit. Ich würde mal an Deiner Stelle Deinen Reststickstoff in der Birne abbauen.

Komm mir nicht so vorbei. Klar gehe ich da hin. Und weisst Du warum?

Klassentreffen sind wie eine Reise in die Vergangenheit. Erinnerungen kommen hoch, beim Schwatz mit alten Schulkameraden. Weisst Du noch wie ich Dir bei den Mathe Aufgaben geholfen habe? Ja und ich Dir im Englisch Unterricht. Beim Sport und besonders im Schwimmunterricht waren wir spitze. Ja, das Treffen und Wiedersehen mit vielen Weggefährten; Darauf freue ich mich!
Genau so ist das auch bei den Fischen. Davon bin ich überzeugt - als ich neulich den Schwarm Preussen Fische beobachtete. Die Treffen sich auch ab und zu und verbringen eine gute Zeit miteinander.
Eine Woche mit vielen guten und interessanten Treffs wünscht euch

Johann Vifian


Merkwürdig

Das kommt mir merkwürdig vor!
Diese Aussage, diese Einschätzung verbinden wir mit etwas eigenartigem, mit etwas was wir nicht genau kennen. Eine Portion Skepsis, Misstrauen und Argwohn ist mit dabei.
Wir reagieren vorsichtig, mit Zurückhaltung, manchmal auch mit Ablehnung.
Warum eigentlich? Muss das sein?
Merkwürdig heisst doch nichts anderes als würdig zu sein, dass man es sich merkt.
Also ist merkwürdig auch etwas Einzigartiges, Einmaliges und damit Wertvolles.
Dies, obwohl wir merkwürdig mit kurios, eigenartig, komisch, bizarr, grotesk und oder extravagant assoziieren. Was lernt uns das?
Egal, wie es aussieht, egal wie es daherkommt, egal, was ich dabei empfinde, egal, ob es befremdend für mich ist. Es ist würdig, dass ich es mir merke.

Als Taucher ist das für mich schon fast Alltag. Mit offenen Augen, neugierig um Neues und Unbekanntes zu entdecken, durchs Wasser zu gleiten um die Wunder des marinen Lebens zu erblicken. Genau so wie das abgebildete Lebewesen, das für mich fremd, eigenartig, skuril ist; Etwas, das ich nicht genau kenne. Wahrscheinlich stammt es aus der Familie der Diadem Seeigel. So oder so ist es für mich merkwürdig.

Eine merkwürdige Woche, eine Woche, die es würdig ist zu merken, wünscht euch

Johann Vifian


Dynamisch

Dynamisch, jung, sportlich, gut aussehend. Attribute und Beschreibungen, die uns die Werbung - denn so sollten wir sein - mit konstanter Regelmässigkeit vor Augen führt.
Zugegeben, wir lassen uns davon verführen, ja gerne verführen. Denn wer möchte nicht so wahrgenommen und beschrieben werden?

Nun mit dem jung sein ist das so eine Sache. Das bleibt bekanntlich nicht ewig, also lassen wir das jung sein weg und wenden uns dem gut aussehend zu.
Auch das verändert sich, entweder durch unser Dazutun, Kosmetika und Schönheitschirurgie lassen grüssen, oder weil die Gesetze der Natur auch bei uns wirken. Ganz nach dem Motto Schönheit schützt vor Alter nicht.

Und wie ist es mit sportlich? Für einzelne ein Gräuel, für andere ein Konsumgut und für einige ein Lebenselixier.

Bleibt noch dynamisch. Dynamisch hat seinen Ursprung im griechischen Adjektiv mächtig. Dynamisch heisst auch beweglich, in neudeutsch mobil sein, tatkräftig, schwungvoll, flott und aktiv. All das ist primär nicht den Gesetzen der Natur unterworfen, sondern wir haben es selber in der Hand dynamisch zu sein. So geht es mir auch beim Tauchen. Wenn mich dann noch, hinter einer Fächerkoralle schauend, der Blick meiner Tauchpartnerin trifft, die Luftblasen zur Oberfläche steigend, dann ist das Dynamik pur.

Eine dynamische Woche wünscht Euch

Johann Vifian


Geduld

Geduld, eine Tugend, die - wohl bemerkt - in unserer selbst gemachten Alltagshektik bei vielen abhanden gekommen ist.
Die Bereitschaft zu warten, zu zuwarten, die Dinge um uns herum zu beobachten, auf uns zukommen zu lassen, ja das fällt vielen nicht leicht.

Anstatt in Ruhe, geduldig, unser Tageswerk anzugehen, verfallen wir allzu leicht und allzu oft in Hast, Eile, ja Rastlosigkeit.

Ungeduldig, mit zunehmender und ungesunder Belastung für unser Nervenkostüm, lassen wir uns stressen, weil die Bahn oder Strassenbahn nicht pünktlich kommt, weil wir im wetterbedingten Stau stehen und zu wenig schnell vorankommen oder weil der Flieger zuerst enteist werden muss, bevor los gehen kann.

Für was das alles? Geduld bringt bekanntlich Rosen.

Das gilt auch für mich als Taucher der mit der Kamera unterwegs ist.

Der Clownfisch, wegen dem Film auf der ganzen Welt bekannt als Nemo, ist ein Wesen, das stetig umher schwimmt, kaum ruhig ist und in seiner Anemone sitzen bleibt.

Nur wer die Geduld aufbringt ruhig zu zuwarten, zu verharren, zu beobachten, ja dann gelingt es den Nemo in seinem Haus, Dich anschauend, abzulichten.
Mit ein Schlüssel zum Erfolg liegt in der Geduld, in der Ruhe und der Gelassenheit.

Take it easy! Genau das wünsche ich euch für die erste Woche im 2011.

Johann Vifian


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Jede Woche neu:  

Der Blick durch die Tauchermaske 2010


Auf ein Neues

Die ultimativ letzte Woche des Jahres hat begonnen. Wenn uns dies nicht der Blick in den Kalender sagt, dann sind es die Medien. Jahresrückblick wohin man sieht und hört.

Und was da alles so zusammenkommt. Die Geschehnisse der verflossenen rund 360 Tage werden aufgekocht. Aufgewärmtes schmeckt bekanntlich nicht so gut wie frisch Gekochtes.

Kann mir mal einer sagen, warum denn so über viel Negatives berichtet wird?

Und überhaupt, was interessiert mich den die Vergangenheit? Für die Zukunft lebe ich, so oder ähnlich hat es schon Einstein gesagt.

Und was bringt uns das neue Jahr? Ich weiss es nicht.

Was ich aber weiss ist, dass Land auf Land ab dem Drang gute Vorsätze zu fassen verfallen wird. Diese halten kaum länger als einen Tauchgang lang, und schon werden sie wieder über Bord geworfen. Meine Empfehlung ist deshalb: Lasst das mit den guten Vorsätzen bleiben.

Nehmt das neue Jahr so wie es kommt, Monat für Monat, Woche für Woche, Tag für Tag, von Stunde zu Stunde. Immer und in jedem Fall habt den Mut und das Selbstvertrauen einzutauchen ins Unbekannte, ins Ungewisse, so wie ich dies als Taucher tue. Ich garantiere Euch, Ihr werdet dafür belohnt.

Eine Woche mit Mut fürs Unbekannte wünscht euch

Johann Vifian


Weihnachtsbaum

In dieser Woche erscheint es mir angebracht sich zum Weihnachtsbaum ein paar Gedanken zu machen.

Der Brauch einen Tannenbaum, geschmückt mit Lichterketten, Kerzen, Glaskugeln und Lametta versehen, zu Weihnachten in die gute Stube zu setzten soll sich im 19. Jahrhundert von Deutschland aus über die ganze Welt verbreitet haben.
Nadelbäume mit Schmuck ausgestattet und auf dem Dorfplatz ausgestellt soll es schon im 15. Jahrhundert gegeben haben. So zumindest ist es in der Chronik der Humanistischen Bibliothek im Elsass nachzulesen.

Genug der Geschichte. Wenden wir uns dem Hier und Jetzt zu. Da soll es Tannenbäume geben, deren Nadeln nicht pieksen und auch nicht riechen und solche die pieksen dafür jedoch den typischen Geruch von frischem Tannenzweig verströmen. Wer keinen Weihnachtsbaum kaufen will, der kann einen mieten. Internet und online Business lässt grüssen.

Und wie hat es der Taucher hier am Roten Meer? Sucht der unterwasser vergeblich nach einem Tannenbaum. Falsch!

Was habe ich gefunden? Nicht nur einen sondern grad zwei.
Es ist aus der Familie der Serpulidae der Weihnachtsbaum-Röhrenwurm.
Und das in blauer Farbe!

Was einmal mehr beweist, der Blick durch die Tauchermaske, eröffnet immer wieder neue Dimensionen. Dabei richten wir unseren Blick auf die Kinder, die mit leuchtenden Augen am Heiligabend den Christbaum bewundern.

Eine Woche mit Blick auf neue Dimensionen und für das Schöne wünscht euch

Johann Vifian


Gemeinsam

Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam erreichen wir unser Ziel.
Gemeinsam heisst zusammenstehen in guten wie ich schlechten Zeiten. Gemeinsam setzt auch voraus, dass ich mich einordnen kann, auf die anderen zugehen kann.
Als Mannschaft, als Teamplayer handeln.

Stellt sich die Frage:
Wer führt denn die Mannschaft? Wer ist der Chef? Wer hat das sagen wo’s lang geht? 

Was ist, wenn meine Meinung mit der der Gruppe nicht übereinstimmt? Vielmehr noch, wenn ich, weil es meine feste Überzeugung ist, aus der Gemeinsamkeit ausschere und notfalls alleine meinen Weg gehe.

All das sind Gedanken die mir durch den Kopf gingen als ich den Schwarm von Korallenwelsen bei einem meiner Tauchgänge beobachtete. Hunderte von Welsen, bilden eine Gemeinsamkeit, die sich wie von unsichtbarer Hand geführt, sobald etwas Grosses und Fremdes auf sie zukommt, blitzschnell neu orientieren, neu formatieren und in wenigen Sekunden, wieder vereint und gemeinsam Position beziehen.

Ebenso beobachtete ich, dass der Schwarm, sich nicht nur durch Fremdeinwirkung veränderte und sich neu orientierte, sondern, quasi von innen heraus, ebenso blitzschnell die Richtung änderte, stehen blieb und dann wieder weiter schwamm. Für mich bewundernswert - egal ob Beeinflussung von aussen oder Einwirkung von innen. In jedem Fall wird der Vorteil des gemeinsamen Handelns erkannt und umgesetzt.

Genau so eine Woche, mit dem Erfolgserlebnis des Gemeinsamen, des Miteinander wünscht euch

Johann Vifian


Schnee

Angekommen! Endlich ist er da! Pünktlich zur Adventszeit und zum St. Nikolaus Tag. Er, der Schnee, bereitet vielen Freude:

Den Kindern zum darin herumtollen, zum spielen, um sich Schneeballschlachten zu liefern oder Schneemänner zu bauen. Schneemänner mit einer roten Rüeblinase (Rüebli ist die liebevolle Bezeichnung für Karotte in der Schweiz) und einer roten Zipfelmütze. Genau so wie der Sami Chlaus eine hat. (Sami Chlaus wird der St. Nikolaus in der Schweiz benannt).

Den Kaufleuten, denn es ist bekannt, dass der Schnee die Kauflust anregt. Halstuch, Handschuhe, Winterstiefel, egal Hauptsache es gibt warm, ist neu und kommt dabei noch modisch und chic daher.

Den Wintersportlern, denn die brauchen den Schnee so wie wir Taucher das Wasser.

Ja was tun wir Sporttaucher im Winter? Richtig geraten! Auch wir können es nicht lassen und gehen tauchen. Und was treffen wir an? Schnee! Zugegeben Schnee in einer etwas anderen Form. Doch genau so wie ein kunstvoll drapierter Zuckerguss, genau so wie die zu Eiskristallen gefrorenen Wassertropfen, einem einmaligen Kunstwerk gleich, verzücken die weissen Tentakeln der roten Binsenkoralle mein Auge wie frisch gefallener Schnee auf den vom Laub befreiten Sträuchern.

Zuviel Phantasie! Mitnichten.

Ich wünsche euch eine verzückende, mit kunstvoller Phantasie bestückte Woche.

Johann Vifian


Langnasen

Wir alle haben eine!

Wenn keine lange, dann sicher eine Nase.

Oder doch eine lange, denn für die Asiaten sind wir Europäer ja Langnasen.

Einverstanden: Lieber eine Langnase sein als eine Schnapsnase zu haben oder eine Rotznase zu sein.

Wenn ich meine Nase in den Kochtopf der Nasenweisheiten stecke, kommt Einiges dabei raus. Mit der Nase darauf stossen, es jemanden an der Nasenspitze ansehen, etwas vor die Nase gesetzt bekommen, jemanden an der Nase herumführen, etwas unter die Nase reiben, die Nase rümpfen, die Nase passt mir nicht, auf die Nase fallen.

Halt! Stopp! Genug Naseweis, ich habe die Nase voll.

Ich tauche ab und ob ihrs glaubt oder nicht, schon wieder kommt die Nase ins Spiel. Ich packe mir an die eigene Nase, mache den Druckausgleich und verschwinde in der Tiefe.

Endlich, befreit von Gedanken und Redewendungen lasse ich mich einfach so treiben. Dabei stosse ich auf eine Schwarze Koralle, die so gross ist wie ein ausgewachsener Haselnussstrauch. Und was tue ich? Ich kann’s nicht lassen und suche mit meiner Fotonase nach einem Motiv. Und siehe da ich werde fündig. Was präsentiert sich da vor meiner Nase?

Eine Langnase. Genau genommen ein Langnasen Büschelbarsch. Zufall oder den richtigen Riecher gehabt? Was soll’s.

In jedem Fall wünsche ich Euch Langnasen eine Woche mit dem richtigen Riecher um erfolgreich Seltenes zu entdecken.

Johann Vifian


Rosenkavalier

Wer denkt da schon ans Tauchen?

Kaum einer! Für Otto Normaltaucher ist ein Rosenkavalier einer, der bei der Damenwelt möglichst höflich in Erscheinung treten will und an die selbige Rosen verschenkt. Der kulturell und musikalisch gebildete Nullzeiten-Taucher denkt da eher an die Oper von Richard Strauss. Er geniesst in Begleitung seiner Angebeteten, natürlich galant gekleidet, einen netten Abend im Opernhaus.

Und was tut da der Tief- und Dekotaucher?

Er schenkt seiner Partnerin beim Tauchen eine Rose.
Wie tut er das? Indem er eine Rose irgendwo zwischen Tauchanzug und Staby versteckt, zum Tauchgang mitnimmt und dann in 40 Meter seiner Geliebten überreicht. Die denkt: Habe ich nun einen Tiefenrausch?

Und wie macht es der umweltbewusste Bio-Taucher? Er weiss, dass unter Wasser auch Rosen wachsen. Genau genommen Zylinderrosen. Er macht sich auf die Suche derselben und zeigt sie voller Stolz seiner Partnerin.

Egal wie, wo und wann ihr diese Woche Rosen verschenkt, Hauptsache ihr verschenkt sie.

Eine auf Rosen gebettete Woche wünscht euch

Johann Vifian


Zähne zeigen

Bitte Mund aufmachen! Dazu fordert uns der Onkel Doktor auf wenn wir Halsschmerzen haben. Er schaut uns dann durchs Esszimmer, sprich den Mund, hindurch, um meinen Gaumen auf seine Entzündung hin zu begutachten.

Ja und da haben wir noch den Zahnarzt. Auch er fordert uns auf; Mund aufmachen, Zähne zeigen! Wenn wir Pech haben, Diagnose Karies. Das hat uns gerade noch gefehlt. Wer kennt es nicht? Das Geräusch, der unangenehm hohe Ton des Bohrens beim Zahnarzt.

Da ist mir das Blubbern der Luftblasen aus meinen Atemregler beim Ausatmen tausendmal lieber!

Schon bin ich wieder Unterwasser und schaue mich um. Zeigt da jemand die Zähne? Haben Fische überhaupt Zähne? Sicher, in den unterschiedlichsten Arten, Formen und Grössen. So auch unser Barrakuda der ruhig und gelassen seine Zähne zeigt. Die haben sicher keine Karies. Ein wenig gefährlich sehen seine Zähne schon aus, damit gebissen werden möchte ich nicht.

Möglich, dass unser Barrakuda ja nur seine Liebste anlacht und somit Zähne zeigt. Wer weiss schon wie Barrakuda miteinander flirten? Auch wenn wir flirten und mit einem gewinnenden Lächeln versuchen auf uns aufmerksam zu machen, zeigen wir unsere Zähne. Im wahrsten Sinne des Wortes bereit zum Zubeissen.

Eine Zähne zeigende, zum Zu- und Anbeissen bereite Woche wünscht euch

Johann Vifian


Erbsenzähler

Stellen wir uns mal vor wir sind im Supermarkt einkaufen. Da Frischgemüse grad knapp ist kaufe ich mir eine Dose Erbsen. Als Konsument fragen wir uns wie viele Erbsen sind denn nun in der Dose? Was bekomme ich denn für mein Geld? Also beginne ich die Erbsen zu zählen. So beim Zählen kommt mir der Gedanke: Was tue ich da eigentlich? Ich bin doch kein Erbsenzähler. Keiner der übergenau und geizig ist. So zumindest wird der Erbsenzähler im Lexikon beschrieben. Dort steht auch, dass bei den Amis der Erbenszähler bean-counter, Bohnenzähler, genannt wird.

Also höre ich, bevor ich eigentlich richtig angefangen habe, mit dem Zählen der Erbsen auf.

Ich wende mich dem zu, was ich viel lieber tue und gehe tauchen. Wie erholsam ist es doch, losgelöst von der Erbsenzählerei über mir, einfach wegzutauchen.

In einem Korallenriff frei zu schweben und den vielen orangenfarbigen Fahnenbarschen zuzuschauen. So während dem Schweben kommt mir als neugieriger Taucher der Gedanke wie viele Fahnenbarsche tummeln sich den da am Riff? Und ich beginne mit dem Zählen.

Das heisst, ich versuche es.

Denn schon nach kurzer Zeit wird mir klar, dass dies ein Unterfangen wird, das ohne jegliche Chance auf ein Ergebnis ist. Erbsenzählerei Unterwasser: Geht’s denn noch!

Keine Erbsen zählen, sich nicht im Detail verlieren, den Fünfer mal grade sein lassen, genau so eine Woche wünsche ich euch.

Johann Vifian


Sparschwein

Kann mir einer sagen warum gerade das Schwein zum Sparschwein gemacht wurde? Warum nicht der Hund, oder die Kuh? Sparhund, Sparkuh würde doch auch gehen?

Auch bei diesen in Porzellan nachgemachten Viechern könnte ein Schlitz im Rücken gemacht werden und fertig wäre der Sparhund oder die Sparkuh.

Egal, Hauptsache es gibt einen Schlitz in den die Münzen eingeworfen werden können. Und das ist ja der Zweck der Sache, Geld irgendwo und irgendwie zu sparen. Trotzdem denke ich, dass sich dafür das Sparschwein besser eignet als der Sparhund. Das Schwein gilt als Glücksbringer, wird gefüttert, frisst fast alles und wird, wenn es genug Fleisch auf den Rippen hat, geschlachtet und verspeist. Also genau wie das Sparschwein. Das wird auch gefüttert bis es voll ist, wird zerschlagen um sich mit dem Ersparten einen Wunsch zu erfüllen.

Zum Beispiel einen Tauchurlaub am Roten Meer.

Was mich zur Frage führt: Wird denn Unterwasser auch gespart?

Um das feststellen zu können muss ich zuerst mal etwas finden was einen Schlitz hat. Denn das ist uns klar: Um zum Sparviech zu werden braucht es einen Schlitz, wo man die Kohle reinwerfen kann. Also mach ich mich auf die Suche nach dem Sparfisch. Gefunden habe ich ihn nicht. Dafür ein anderes Tier, nämlich eine Koralle die das zum Sparen Entscheidende hat - den Schlitz im Rücken.

So habe ich Unterwasser, wie das Bild beweist, meine Sparkoralle gefunden.

Eine schlitzreiche Woche zum Sparen, also eine Sparwoche wünscht Euch

Johann Vifian


Farbe bekennen

Rede nicht um den heissen Brei herum! Sag, was du denkst! Bekenne Farbe!
Wer von uns kennt die Situation nicht?

Entweder, weil wir selber uns nicht getrauen Klartext zu reden oder weil wir von anderen erwarten uns doch offen mitzuteilen was denn ihre Meinung ist.
Kein verkausalisiertes Geschwätz wie dies Politiker tun. Was will der nun? Rot, Gelb oder Grün? Oh da haben wir ja noch Schwarz vergessen!
Alles Farben, die den politischen Parteien zur Identifikation dienen.
Wenn die Wahlen vorbei sind, wird munter die Farbe gemischt: Rot-Grün, Gelb-Schwarz oder Rot-Gelb-Grün, was darfs sein? Und nach vier Jahren ist der Spuk vorbei und die Farben, äh politischen Koalitionen, werden neu gemischt.

Da tauche ich lieber ab und schaue mich Unterwasser um, was da für Farbkombinationen gewählt werden. Und siehe da: Ich werde fündig. Der Imperator, oder auch Kaiserfisch genannt, kümmert sich nicht um Wählerstimmen, sondern weiss was er hat und tut. Er ist zwar auch wandlungsfähig, da steht er unseren Politkern in nichts nach. Das tut er jedoch nur einmal, nämlich dann, wenn er vom Jungspund ins Erwachsenenalter übertritt,.Dann wechselt er vollständig sein Farbkleid. Danach bleibt er seiner Farbauswahl sein Leben lang treu. Darauf ist er stolz und sich seiner Sache sicher, eben Farbe bekennend.

Genau so eine Woche, stolz und selbstbewusst mit dem Mut zum Farbe bekennen wünscht euch

Johann Vifian


Durchschlag

Weltrekord! Ein durchschlagender Erfolg!

Mit 57 Kilometern wird der Basistunnel durch das Gotthardmassiv der längste Eisenbahn-Tunnel der Welt sein. Die letzten Meter Fels für dieses Jahrhunderbauwerk wurden diese Tage durchschlagen. In einem grossen Festakt hat die Schweiz zusammen mit den Mineuren, den wahren Helden dieser Leistung, den Durchschlag gefeiert. Die Feier wurde live nach Luxemburg übertragen, wo gerade die versammelte Mannschaft aller Verkehrsminister von Europa tagte.

Bis es jedoch soweit war haben sich Mensch und Technik über zwei Jahrzehnte hinweg nur 500 m über Meerspiegel durch die Gesteinsmassen der Schweizer Alpen durchgekämpft.

Insgesamt wurden für den Tunnel schätzungsweise 24 Millionen Tonnen Fels ausgehoben. Das entspricht dem fünffachen Volumen der Cheops-Pyramide in Ägypten.

Und von da ist es nicht mehr weit bis zu den Korallenriffen am Roten Meer. Ja und was gibt es da?

Auch Tunnels, zwar nicht von Menschenhand geschaffen jedoch über Jahrtausende gewachsene Öffnungen und Durchgänge im Riffdach. Diese führen uns Taucher in abenteuerlicher Weise Unterwasser dorthin wo wir tauchen wollen. Welch tolles und beruhigendes Gefühl wenn man am Ende des Tunnels das Licht erblickt.

Der Mut und der Wille Unbekanntes zu durchtauchen hat sich wieder einmal gelohnt.

Und genau so eine Woche wünsche ich euch, nämlich eine mit durchschlagendem Erfolg.

Johann Vifian


Neugierig

Mami, warum fliegt ein Vogel? Papi, warum heisst das Meer Meer?
Wer kennt es nicht; die Fragen eines Kindes, warum ist es so?

Wir Erwachsene geben dem fragenden Kind eine Antwort und das Kind fragt weiter, immer weiter, oftmals solange bis wir um eine Antwort verlegen sind.

Geben wir es doch zu: Die Fragerei eines Kindes nach dem "Warum" kann Nerven kosten. Warum eigentlich? Hopla - schon wieder eine Frage nach dem Warum.

Trotzdem nachgefragt, auch mit dem Risiko, dass ich nerve: Ja warum denn?

Einerseits, weil uns die Fragen der Kinder vor Auge führen, dass wir auf einfache Fragen nicht immer einfache Antworten haben und andererseits, weil uns im Erwachsenen Alter die Unbekümmertheit eines fragenden Kindes fehlt.
Muss das so sein?
Ich denke Nein!

Kürzlich entdeckte ich beim Tauchen den gerade mal 3 cm grossen Mimikry aus der Familie der Kammzähner. Wie er sorglos, optimistisch, furchtlos, begierig, interessiert, gespannt und trotzdem wachsam, aufmerksam und vertrauensvoll beginnt sein Umfeld zu erkunden. Ja das erinnerte mich an Kinder, die ihre ersten Schritte in die Welt hinaus machen und uns dabei ganz einfach Fragen stellen.

Mami, Papi, was ist ein Taucher?

Für diese Woche wünsche ich euch die Zuversicht mit offenen Augen und gierig auf Neues, nämlich neugierig, genau so wie unser kleiner Fisch, anzugehen, sorry anzuschwimmen.

Johann Vifian


Feder

Was ist schwerer, 1 kg Blei oder 1 kg Federn? Blöde Frage, das weiss doch jedes Kind. Nein, denn solange wir die Masseinheit kg nicht kennen lautet die Antwort meistens - die Feder. Warum? Mit Feder verbinden wir Leichtigkeit. Die Daunen, auch das sind Federn, ergeben in der Masse die Daunendecke, die uns wärmt und wohlig schlafen lässt. Mit der Feder des Adlers schmückt sich der Indianer, was als Zeichen von Mut und Kraft gilt.

Die Feder hat für die Menschheit seit je her auch eine Symbolik. So steht z.Bsp. in der ägyptischen Hieroglyphenschrift die Feder für Wahrheit.

Ja und da ist noch die gute alte Schreibfeder. Ein Schreibgerät, das leider kaum mehr benutzt wird. Schade, denn das Verwenden desselben verlangt vom Benutzer, dass er zuerst denkt, seine Gedanken in Worte fasst, ganze Sätze formuliert und diese erst dann wohlüberlegt aufs Papier bringt. Keine Spur von einfach in die Tasten hauen, klick und weg ist der Text, entweder als Mail oder im virtuellen Papierkorb.

Genau so wie man die Schreibfeder in Tinte taucht, genauso tauche ich ab. Und was entdecke ich? Eine Seefeder!

Sie steht mittem im Sandfeld - beeindruckend, selbstsicher, sich ihrer Wirkung bewusst.

Genau das wünsche ich euch für diese Woche.

Johann Vifian


Donnerwetter

Diesmal kein Small Talk übers Wetter, sondern gleich ein Donnerwetter von Stapel lassen, so quasi mit der Türe ins Haus fallen.

Tut das gut, einmal nicht Rücksicht nehmen auf, was-weiss-ich für tausend Dinge, sondern mal so richtig drauf los donnern!

Als Kind hatten wir, seien wir doch ehrlich und schreiben es klar frei heraus, Schiss vor dem Donner eines Gewitters. Mit der Zeit gewöhnten wir uns daran und wenn’s hoch kommt, wissen wir um die reinigende Kraft eines richtigen Gewitters mit Blitz und Donner.

Also ein Donnerwetter kann durchaus befreiend sein. Mit Donnerwetter drücken wir die Kraft von Naturgewalten aus, die uns faszinieren. "Donnerwetter" sagen wir doch auch, wenn wir Beeindruckendes erlebt haben. So zumindest ist es mir ergangen als ich einen Hammerhai durch meine Tauchermaske sah und sogar noch fotografieren konnte.

Donnerwetter! War das ein Erlebnis! Da läuft es einem als Taucher kalt den Rücken runter.

Das hat den Brocken jedoch nicht im Mindesten gestört und er hat cool und majestätisch seinen Weg in den Weiten des Meeres fortgesetzt.

Eine Woche die einschlägt wie ein Donnerwetter und dabei trotzdem cool und majestätisch bleiben das wünscht euch

Johann Vifian

 


Übers Wetter

Wie ist das Wetter bei euch?

Wer kennt sie nicht; diese Standardfrage nach dem Wetter als Einstieg in ein Telefongespräch. Das mag ja in der Schweiz und Deutschland noch etwas wenig Sinn machen. Was tut man aber wenn 364 Tage die Sonne scheint?

Nein, diese Frage als Einstiegssatz in ein Gespräch kennt der Ägypter schlicht und einfach nicht. Gibt es dann eine Standardfrage um das Gespräch zu beginnen?

Ja sehr wohl. Es ist die Frage nach der Familie.

Und da in Ägypten die Familien gross sind, dauert das Gespräch darüber schnell mal 20 Minuten und länger. Erst danach wird zum eigentlichen Grund des Telefonanrufes übergeleitet.

Da ja bekanntlich auch Fische kommunizieren ist die Frage nahe liegend, über was reden die denn? Vielleicht über uns Taucher/Innen?

Also hören wir doch mal genau hin wenn wir das nächste Mal tauchen gehen. Ein feines Gehör, auch für leise Töne, wünscht ihnen diese Woche.

Johann Vifian

 


Schwammig

Teigig, wabbelig, schlabberig. Auch solche Synonyme finden sich in meiner Festplatte, pardon meinen Gehirnwindungen, wenn von schwammig die Rede ist. A propos Gehirn: Das ist doch auch irgendwie schwabbelig und keine starre Masse.

Wie der Schwamm (von daher kommt der Ausdruck schwammig) nimmt das Gehirn Eindrücke auf - genauso, wie der Schwamm Wasser aufsaugt.

Wasser und Schwamm: Klingelt es da nicht irgendwo?

Richtig. Die meisten Schwämme sind im Wasser und es bleibt dem Taucher vorbehalten, sie dort lebend anzutreffen. Dass die Schwämme im Ökosystem der Weltmeere elementar wichtige Aufgaben erfüllen, ist wissenschaftlich bewiesen. Ebenso werden aus Schwämmen viele Bestandteile für die Pharmazeutik, oder weniger unklar und schwammig ausgedrückt, für die Medizin gewonnen und verarbeitet.

Die „Erdenmenschen“ kennen und benutzen die weiche Konsistenz des Schwammes als wohltuendes Untensiel beim Baden und Duschen.

Und für die kulinarischen Genüsse, in der Schweiz werden Pilze auch Schwämme genannt, geben sie auch etwas her.

Wir Taucher sehen jedoch auch, zu welch unterschiedlichen Formen sich Schwämme entwickeln können, ja geradezu bizarr, einer Kunstform gleich, meine Unterwasserwelt bereichern.

Eine Woche mit viel Schwammigem und oder sei es auch nur der kulinarischen Genüsse wünscht euch

Johann Vifian


Ein Viertel

Was soll denn das nun?

Ein Viertel entspricht in der Regel ¼ von einem Ganzen. Achtung Bruchrechnen. Dann schon lieber 25%. Ja, Prozent tönt eindeutig besser.

Stellt sich nun die Frage von und für was?
Ein Viertel von einem Stück Kuchen, der uns schmeckt, ist schon mal nicht schlecht.
Ein Viertel von 1000m schwimmen, na ja immerhin schon 250m hinter mich gebracht. Dann ist es schon besser, wenn es heisst: nur noch ein Viertel, dann bist du am Ziel.
Ja und was ist ein Viertel von 1%?
Jetzt kommt es dick! Bruchrechen mit Prozenten. Das tun die Banker. Denn zurzeit, Finanzkrise sei Dank, gibt es so ¼ % als Verzinsung auf meine Spareinlage bei der Bank. Nicht der Rede Wert. Recht habt Ihr!

Ja und was ist, wenn ein Viertel für 25 Jahre steht, sprich der Zeitdauer von einem ganzen Viertel Jahrhundert? Dann begeben wir uns in eine ganz andere Dimension.
Denn genau so lange tauchen wir hier in Hurghada ab und erfreuen uns immer wieder von neuem an dem, was wir erstmals vor einem Viertel Jahrhundert erlebt und fotografiert haben.
Bekanntes und Bewährtes von neuem wiederzuentdecken und sich daran immer noch erfreuen zu können, genau dass wünsche ich euch für die kommende Woche.

Johann Vifian


Auf den Mund geschaut!

Das tun wir immer wieder aus den unterschiedlichsten Gründen. Weil uns die Lippen, die den Mund formen, in ihrer Schönheit faszinieren. Weil wir mit dem Kuss unsere Zuneigung zum Ausdruck geben. Weil wir am Schmollmund eines Kindes erkennen was es will.

Zudem vermitteln wir durch den Mund unsere Gedanken, sofern wir sie nicht aufschreiben.

Wer kennt die Aussage nicht: Dies will ich aus deinem Munde hören.
Oder das Gegenteil: Aus meinem Mund hört ihr nichts.

Ebenso erfüllt unser Mund die lebenswichtige Aufgabe der Nahrungsaufnahme.

Beispiele um den Stellenwert des Mundes gäbe es noch viele. Belassen wir es dabei und machen uns zum Abschluss Gedanken warum wohl unser Fisch seinen Mund so verzieht.

Ich denke er wünscht uns eine schöne Woche und eine gute Zeit.

Ihr glaubt mir nicht! Dann lade ich euch gerne ein mit mir abzutauchen und den Fischen auf den Mund zu schauen. Es lohnt sich!

Johann Vifian


König

Es ist wieder soweit. Die Schweiz hat ihren König gekürt.

Stopp! Die Schweiz hat doch gar keinen König, die haben ja ihre Demokratie.

Weit gefehlt, wir haben zwar die Demokratie, aber auch einen König. Einen, der ein paar Kilogramm auf die Waage bringt und eine imposante Statur hat, so dass er nicht zu übersehen ist. Alle drei Jahre treffen sich die so genannt „Bösen“ - Glaubt mir, dieser Ausdruck ist hier eine Ehrbezeugung. Die „Bösen“ machen unter sich aus, wer denn für die nächsten drei Jahre der König ist.

Für alle die es nicht wissen, dies geschieht beim Schwingen. Eine urschweizerische Art, bei der sich zwei Männer im Sägemehl an die Hosen greifen und dabei versuchen den andern platt auf den Rücken zu legen. Wenn dies gelingt kommt der Gewinner eine Runde weiter. Die zwei, die am meisten Gegner bezwungen haben treffen sich dann zum so genannten „Schlussgang“. Der Sieger trägt dann den Titel Eidgenössischer Schwingerkönig. Als Preis bekommt er einen „Muni“ oder in Schriftdeutsch, einen ausgewachsenen, beeindruckend dreinschauenden Stier.

Genau so schaut auch unser Fisch aus, den ich neulich beim Tauchen entdeckt habe.

Ob er wohl auch eine Trophäe ist für einen König Unterwasser?

Eine mit Trophäen reich gefüllte Woche wünscht euch

Johann Vifian


Miss Universe

Las Vegas, Stadt der Spieler, mit Glimmer, Glitzer, Show, erbaut mitten in der Wüste, genau dort wird in diesen Tagen die schönste Frau der Welt, die Miss Universe, erkoren.

Eine Augenweide für die Männer, ein Anlass zum Träumen für die Frauen und für die Teilnehmerinnen etwas fürs Ego.

Die Missen aus allen Ländern präsentieren sich von ihrer besten Seite. Um dem hohen Anspruch, die Schönste zu sein, gerecht zu werden, wird mit vielen Mitteln nachgeholfen. Natürliche und weniger Natürliche. Kosmetik pur.

Was sieht da der tauchende Homo Sapiens mit dem Blick durch die Tauchermaske? Erraten!

In Hurghada, Stadt der Taucher, erbaut mitten in der Wüste, hat auch seinen Missen Wettbewerb.

Dieser spielt sich Unterwasser ab.

An attraktiven Teilnehmerinnen fehlt es bei weitem nicht. Eine davon ist die Koralle und wie richtig gelesen ist sie weiblich. Eine Voraussetzung um Miss Universe zu werden. Die klaren Favoritinnen rekrutieren sich aus der Gattung Nephtheida oder in der Weltsprache der Beautys "Softcoral" genannt.

Eine natürlich gewachsene Schönheit, die wie ihre Kollegin über Wasser, in dem Wettbewerb die Schönste zu sein, in Nichts nachsteht.
Eine Woche voll mit Schönheiten wünscht euch

Johann Vifian


Monument

Gross, epochal, beeindruckend; Gedanken, die uns beim Betrachten eines Monuments in den Sinn kommen. Schnell stellt sich dann die Frage: Was ist die Leistung die ein Mensch erbracht hat, dass ihm ein Monument, ein Denkmal, gesetzt wird?

Meistens ist es eine nützliche wertvolle Tat, die dazu führt, dass einem eine Statue gesetzt wird. Eine aus Stein, Bronze oder sonst einem widerstandsfähigem Material, damit die Langlebigkeit gegeben ist.

Monumente werden auch erstellt als Gedenkstein und oder Mahnmal, also als Erinnerung an ein Ereignis an eine schwierige und schwere Zeitperiode. An etwas, dass nicht in Vergessenheit geraten soll.

So oder so, Monumente sind beachtenswert und werden entsprechend viel fotografiert.

Meistens mit einer dem Fotografen nahe stehenden Person, in der Regel mit der Reisbegleitung, der Partnerin oder dem Partner.

Ja und wo sind denn die Monumente Unterwasser? Gibt es sie überhaupt?

Selbstverständlich!

Was uns die Natur unter dem Wasserspiegel zu zeigen hat übertrifft bei weitem jedes Monument, was je von Menschenhand erschaffen wurde.

Gross, epochal, beeindruckend, genau so eine Woche wünscht euch

Johann Vifian


Feuerwerk

Etwas, was wir kennen und meistens mit Silvester in Verbindung bringen.

Habe ich mich da etwa im Datum geirrt?
Nein, Feuerwerk gibt es auch an Seenachtsfesten oder Nationalfeiertagen oder grad beides zusammen.
Mit Wurzeln in der Schweiz ist mir der 1. August als Nationalfeiertag in Erinnerung. Ein Tag, an dem abends vor dem Einnachten politische Reden gehalten, Kinderumzüge mit Lampignons durchs Dorf geführt werden und ein 1. Augustfeuer zum Brennen gebracht wird. Es wird auch, von dem, der es sich leisten kann, eben das gute alte Feuerwerk gezündet.

Die einen mögen das damit verbundene Geknalle und die andern etwas weniger. Dem Reiz der kurzen und wuchtigen Farbenpracht am Nachthimmel kann sich jedoch niemand so recht entziehen. Ausgenommen, man taucht ab.

Denkste, denn was ich da vergangene Woche unter Wasser sehen konnte, steht einem Feuerwerk in nichts nach. Zudem hat es dabei nicht geknallt und das Feuerwerk ist nicht schon nach kurzer Zeit erloschen.
Vielmehr noch, es bleibt uns erhalten. Wir müssen nur die Augen offen halten.

Eine mit Feuer ans Werk gehende Woche wünscht Euch

Johann Vifian

 


Geheimnishüter

Also, wir wissen nun dass es sich nicht empfiehlt, bekannt zu machen, dass man ein Geheimnis hat. Schön und gut.
Trotzdem unterliege ich dem Reiz bekannt zu geben, dass ich eines habe. Ganz nach dem Motto „der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach“.

Also dann: Schon lange möchte ich, wie jeder Entdecker, die prall gefüllte Schatztruhe finden. Wenn ich sie dann gefunden habe, so kann ich mir vorstellen, geniesse ich den Erfolg des Finders. Und wie das so ist: Die Freude des Erfolges will ich nicht alleine geniessen. Denn geteilte Freude ist ja bekanntlich doppelte Freude.

Also teile ich Euch mit, dass ich die Schatztruhe gefunden habe!
Nun fragt Ihr alle: "Wo hast Du sie gefunden und was ist drin?".

Ihr ahnt es schon - das bleibt mein kleines Geheimnis.

Ihr könnt es jedoch finden und daran teilhaben, wenn Ihr meinen „Geheimnishüter“, den Korallenwächter, kontaktiert. Er darf es Euch weitererzählen.

Viel Erfolg beim Finden eurer Schatztruhe in der kommenden Woche wünscht euch

Johann Vifian

 


Geheimnisse!

Mal ehrlich, wer hat keines? Was machen Geheimnisse für uns denn so interessant?

Ein Geheimnis ist etwas, was ich weiss, andere jedoch nicht wissen sollen. Wenn die anderen jedoch nicht wissen, dass ich etwas weiss, was sie nicht wissen sollen, dann ist es ein Geheimnis von dem keiner etwas weiss.

Langweilig oder nicht?
Also sorge ich dafür, dass die andern wissen, dass ich ein Geheimnis habe.
Und schon habe ich mich in Teufelsküche gesetzt.
Denn je mehr wissen, dass ich ein Geheimnis habe, desto mehr wollen es kennen.

Geradezu beispielhaft ist die immer wieder stattfindende Debatte über das Schweizer Bankgeheimnis.

Dazu fällt mir ein, was Goethe im Zauberlehrling geschrieben hat:
"Wehe den Geistern die ich rief." Hätte ich doch nicht ausgeplaudert, dass ich ein Geheimnis habe!

Meine Empfehlung:
Ganz schnell abtauchen und zu zweit die Geheimnisse der Unterwasserwelt entdecken.

Eine geheimnisvolle Woche wünscht euch

Johann Vifian

 


Zuschauen

Tun wir doch alle gerne. Entspannt im Sessel sitzen, sei es im Kino oder vor dem Fernseher um die Bilder aufzunehmen, die uns da geboten werden.
Mal alleine, öfters zu zweit, manchmal mit der Familie und gelegentlich mit Freunden.
Bekannt und irgendwie doch langweilig - insbesondere, wenn die gebotenen Bilder nichts hergeben.

Die vergangenen vier Wochen haben uns gezeigt, dass es auch anders geht.
Das Zauberwort heisst „Public Viewing“, im einfachen Deutsch "öffentliches Zuschauen" oder etwas salopp als "Rudelgucken" bezeichnet.

Da werden Riesenleinwände aufgebaut, so dass Hunderttausende an einen Ort pilgern um öffentlich zuzuschauen. Man sieht weniger als zu Hause in der guten Stube vor der Glotze und anstatt bequem zu sitzen, steht man und dazu noch im Gedränge. Was soll’s, Hauptsache das eigene Team gewinnt.

Und das soll nun alles zu Ende sein?!

Mein Tipp; Wer wegen fehlendem Public Viewing Entzugserscheinungen befürchtet, gesellt sich am Besten unter die Gelbflossenbarben, die hier alle gespannt zuschauen, was wir wohl so alles treiben ohne Fussball WM.
Eine von Entzugserscheinungen freie Woche wünscht euch

Johann Vifian

 


Eile

Ich bin in Eile, hab grad keine Zeit, sorry mach ich später.
Wer kennt dies nicht, gerade am Montagmorgen zum Wochenbeginn.
Die Hast um den Zug oder die U-Bahn zu erreichen.
Dies damit man pünktlich am Arbeitsplatz ist. Dort wartet schon ein gestresster Arbeitskollege.
Obendrauf noch ein Chef der in aller Schnelligkeit sofort alles erledigt haben will.
Und dies noch vor dem Sommerurlaub.

Sommerurlaub!

Ja da schweifen meine Gedanken ab und ich beginne zu träumen.
Wie toll wäre es doch, wenn ich mit rasender Geschwindigkeit, am besten in einem Überschallflugzeug, einfach so mal und sei es nur in der Kaffeepause, wegdriften könnte.
Wir haben ja die Fähigkeit in Gedanken blitzschnell woanders zu sein.
Abzutauchen und das zu tun was im krassen Gegensatz zur Eile steht.
Langsam und gemütlich, im Pyjama, sich nochmals im warmen Bett zu drehen und eben ohne Eile, den so wundervollen Wochebeginn anzugehen.

Träumerei?

Bei weitem nicht!
Denn genau so macht es unsere Pyjamaschnecke.
Eine bunte und schneckenschnelle Woche wünscht euch
Johann Vifian

Reingefallen!

Wir kennen es alle aus eigener Erfahrung.
Oder will jemand behaupten er sei noch nie reingefallen?
Der Reingefallene ärgert sich darüber, beim Betrachter kommt oft Schadenfreude auf.
Wieso eigentlich?

Reingefallen muss nicht zwingend negativ sein, nein es kann durchaus auch positive Gefühle hervorrufen.
Denn wer würde nicht gerne in ein Loch voller Geld fallen.
Zugeben etwas weit hergeholt. Da ist das Beispiel mit dem Fussball schon realistischer.
Da ist ja das Reinfallen ins Loch, sorry Tor, geradezu das erklärte Ziel.
Was macht nun der Fussball wenn er im Wasser landet.
Er taucht ab und sieht sich geradezu einer Vielzahl von Löchern ausgesetzt.
Welches suche ich mir nun aus um reinzufallen?

Diese Frage überlasse ich euch, liebe Leser, zu beantworten.

Mit wenig Phantasie erkennst du noch viel mehr als nur Löcher.

Oder nicht?

Eine schöne Woche wünscht Euch

Johann Vifian


Luft!

Kostet nichts und ist trotzdem unbezahlbar.
Ist der beste Baustoff für die grössten Schlösser, nämlich Luftschlösser.
Obwohl sie nicht spürbar ist, kann ich trotzdem reinfallen, demnach in ein Luftloch.
Manchmal rieche ich sie, dann wenn Duftnoten gesetzt werden.

Haben sie es gewusst?

Im Sommer 2008 hat der Europäische Gerichtshof ein „luftweisendes“ Urteil gefällt.
Das Recht auf gute Luft.
Da ist kein Aprilscherz, sondern eine Tatsache.

Denn der Gerichtshof hat erkannt, was wir Taucher schon lange wissen, jeder hat ein Recht auf genügend und saubere Luft.

Zudem haben wir Taucher einen grossen Vorteil, wir sehen was die meisten nicht sehen.
Ganz richtig die Luft.

Wir erfreuen uns am Spiel der aufsteigenden Luftblasen und nicht am sinkenden Aktienkurs.
Im wahrsten Sinne Gut Luft wünscht Euch diese Woche.

Johann Vifian

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